Vortrag im Stadtmuseum über die frühmittelalterliche Befestigungsanlage „Birk“ bei Seckach-Großeicholzheim
Am Donnerstag, 5. November, um 19 Uhr wird das archäologische Vortragsprogramm im Stadtmuseum fortgesetzt. Dr. Folke Damminger vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg widmet sich einer frühmittelalterlichen Befestigungsanlage, die nach langer Zeit wieder in den Fokus der archäologischen Forschung gerückt ist: Die Befestigungsanlage „Birk“ bei Seckach-Großeicholzheim im Neckar-Odenwald-Kreis. Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
In den Jahren 1897 und 1898 führte der bekannte Archäologe Karl Schumacher während seiner Tätigkeit als Streckenkommissar am Limes erste Ausgrabungen in der Anlage östlich des Seckacher Ortsteils Großeicholzheim durch. Aufgrund ihrer unregelmäßigen Gestalt hielt er sie zunächst für spätrömisch. Im Laufe der Untersuchungen stellte sich jedoch heraus, dass sie aus karolingischer Zeit stammt. Über ein Jahrhundert später sorgte die Luftbildarchäologie dafür, dass die Anlage erneut wissenschaftliche Aufmerksamkeit erlangte. Im Jahr 2025 führte das Landesamt für Denkmalpflege dort schließlich eine kleine Forschungsgrabung durch. Dr. Damminger stellt die Ergebnisse dieser Untersuchungen vor und beleuchtet zugleich die Forschungsgeschichte des Fundplatzes.
Der Vortrag ist Teil des diesjährigen Archäologieprogramms, das in Kooperation zwischen dem Zentralen Fundarchiv des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg und dem Stadtmuseum Rastatt veranstaltet wird.
