Hochwasserschutz „Am Grün“: Stadt informiert über erste Planungsideen
Wie könnte sich der Bereich „Am Grün“ im Zusammenhang mit dem notwendigen Hochwasserschutz entwickeln? Mit dieser Frage hat sich die Bürgerversammlung am Mittwoch, 23. September, beschäftigt. Bürgermeister Raphael Knoth sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung informierten vor Ort über erste Überlegungen zur weiteren Planung und stellten sich den Fragen der Anwohnerinnen und Anwohner. Dabei wurde betont, dass es sich derzeit noch um erste Überlegungen handelt und konkrete Maßnahmen bislang nicht feststehen.
„Wie kann der Aufenthalt an der Murg für die Bevölkerung verbessert werden?“, stellte Bürgermeister Raphael Knoth zu Beginn der Veranstaltung als zentrale Frage in den Raum. Zwar könne die Murg über die Dämme betrachtet werden, einen Zugang oder Aufenthaltsbereich mit Blick auf die Murg gebe es bislang jedoch so konkret noch nicht. „Im Kontext des Hochwasserschutzes, der aufgrund des 100-jährigen Hochwassers kommen muss, und der Landesgartenschau gibt es an dieser Stelle die einmalige Möglichkeit, die Murg für die Rastatterinnen und Rastatter erlebbar zu machen“, so Knoth. In diesem Zusammenhang entstand die Idee, wie die erforderliche Hochwasserschutzwand positioniert werden könne, um gleichzeitig die Fläche „Am Grün“ weiterentwickeln zu können. Aktuell befindet sich auf dieser Fläche ein Parkplatz.
Planungsidee: Grünfläche auf Höhe des Murgdamms
Kristin Burgert vom Kundenbereich Ökologie und Grün stellte die derzeitige Planungsidee vor. Vorgesehen sei, die für den Hochwasserschutz erforderliche Wand weiter in Richtung der Straße „Am Grün“ zu versetzen. Dadurch könne ein Teil der bisherigen Parkplatzfläche aufgefüllt und auf Höhe des Murgdamms als Park- und Grünfläche entwickelt werden. „Die Idee ist, den notwendigen Hochwasserschutz zu nutzen und mit der Entwicklung der Fläche zu verbinden und dadurch eine Grünfläche für die Rastatter Innenstadt zu gewinnen, die dem Klima zugutekommt und die Aufenthaltsqualität an der Murg steigert“, so Burgert.
Nach derzeitigem Planungsstand könnten auf der Fläche Bäume, eine Wiese und mehrere Sitzgelegenheiten entstehen. Auch eine gastronomische Nutzung wird als Möglichkeit betrachtet. Durch die Verschiebung der Hochwasserschutzwand könnten zudem die Bäume in der ersten Reihe auf dem Murgdamm erhalten bleiben. Auch für die Bäume in zweiter Reihe stünden die Chancen gut, einige erhalten zu können.
Gespaltene Meinungen der Anwesenden
In der anschließenden Diskussion ging es unter anderem um die Gestaltung der Hochwasserschutzwand, die Parksituation und eine mögliche Geräuschkulisse durch die künftige Nutzung der Fläche. Insbesondere die künftige Parkplatzsituation und mögliche Auswirkungen einer belebten Grünfläche auf die Umgebung sorgten bei den Anwesenden für Bedenken.
Nach aktuellem Stand würden 143 Parkplätze wegfallen. 90 davon könnten nach erstem Planungsstand problemlos ersetzt werden. Auch die Möglichkeit von Anwohnerparkflächen fließt in die Überlegungen mit ein.
Bürgermeister Knoth stellte den Anwesenden konkretisierende Visualisierungen der Hochwasserschutzwand in Aussicht, um die geplanten Änderungen besser nachvollziehen zu können.
Aus der Zuschauermenge heraus gab es auch Zustimmung zur Entwicklung einer Grünfläche. Als positive Gründe wurden unter anderem die zusätzlichen Bäume, Büsche und Freiflächen genannt sowie deren Bedeutung für das Stadtklima, aber auch die Möglichkeit eines eigenen Parks vor der Haustür.
Weiteres Vorgehen
Die Planung ist noch ganz am Anfang. Ein konkreter Baubeginn steht noch nicht fest. Nach aktuellem Stand geht die Verwaltung von einem Beginn in den frühen 2030er-Jahren aus. Der Gemeinderat wird in seiner Sitzung am Montag, 28. September, über die weiteren Pläne zum Hochwasserschutz „Am Grün“ abstimmen.

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