Ab 23. Juli: Neue Ausstellung „Die Sammlung befragen – Resonanzen“ in der Städtischen Galerie Fruchthalle
Was macht ein Kunstwerk bedeutsam? Welche Werke sprechen Menschen besonders an – und warum? Vielstimmige Antworten auf diese spannenden Fragen und zugleich einen ungewöhnlichen Blick auf die Kunstsammlung der Stadt Rastatt ermöglicht die neue Ausstellung „Die Sammlung befragen – Resonanzen“. Sie ist von 23. Juli 2026 bis 31. Januar 2027 in der Städtischen Galerie Fruchthalle Rastatt zu sehen. Für Familien gibt es bereits am 26. Juli eine Führung mit Kunstaktion.
Auswahl aus mehr als 1.000 Werken
Ausgangspunkt der neuen Schau ist die Städtische Sammlung mit ihren mehr als 1.000 Werken und dem Sammlungsschwerpunkt „Kunst in Baden nach 1945“. Zu deren Beständen zählen Arbeiten bedeutender Künstler der Moderne wie Otto Dix oder Erich Heckel, zeitgenössischer Größen wie Anselm Kiefer sowie Werke von Künstlern aus dem Umfeld der Kunstakademie Karlsruhe (zum Beispiel Karl Hubbuch und Peter Dreher). Eröffnet wird die neue Ausstellung mit einem Soft Opening am Donnerstag, 23. Juli, ab 12 Uhr. Eine offizielle Feierlichkeit wird zeitversetzt als Midissage im Herbst stattfinden.
Welches Werk berührt besonders? Kuratoren wählen aus
Das Besondere an „Resonanzen“: Die Ausstellung rückt die persönlichen Begegnungen mit den Kunstwerken in den Mittelpunkt, anstatt die Sammlung allein aus kunsthistorischer Perspektive zu betrachten. Dafür wurden Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende, Kunstinteressierte sowie Vertreterinnen und Vertreter kultureller Institutionen aus Rastatt und der Region zu einem kreativ-partizipativen Prozess eingeladen. Die rund 40 Teilnehmenden fungierten gleichsam als Kuratorinnen und Kuratoren: Sie wählten Werke aus der Sammlung aus, zu denen sie einen persönlichen Bezug hatten oder die sie in besonderer Weise berührten.
Überraschende Zugänge und neue Perspektiven
Entstanden ist ein facettenreicher Blick auf die Städtische Sammlung Rastatt: Jedes ausgestellte Werk wird von einem kurzen, persönlichen Statement begleitet, das Einblicke in individuelle Sichtweisen, Gedanken und Assoziationen ermöglicht. So eröffnen sich überraschende Zugänge zu bekannten und weniger bekannten Werken und zugleich neue Perspektiven auf die Sammlung als lebendigen, kulturellen Schatz der Stadt.
„Resonanzen“ und Dialog
Die Ausstellung lädt dazu ein, die Kunstwerke nicht nur zu betrachten, sondern sich auf die ganz unterschiedlichen Resonanzen einzulassen, die sie bei Menschen auslösen. Die Schau versteht sich als Dialog zwischen Kunst, Sammlung und Stadtgesellschaft. Gleichzeitig verdeutlicht sie, dass ein Ausstellungshaus wie die Städtische Galerie in Rastatt nicht losgelöst vom Publikum existiert. Vielmehr kann es zu jenem so oft beschworenen Begegnungsraum werden, in dem sich vielfältige Beziehungen zwischen Menschen und Kunst entwickeln.
Öffnungszeiten
Die Städtische Galerie Fruchthalle ist immer Donnerstag, Freitag und Samstag, von 12 bis 17 Uhr, und sonntags und an Feiertagen, von 11 bis 17 Uhr, geöffnet. Der Eintritt beträgt vier Euro, ermäßigt zwei Euro.
Familienführung mit Kunstaktion am 26. Juli
Zu einer Familienführung und Kunstaktion mit Museumspädagoge Eric Schütt sind junge Kunstfans am Sonntag, 26. Juli, um 11.15 Uhr, eingeladen. Unter dem Motto „Lieblingsbilder. Besondere Kunstwerke in der Fruchthalle entdecken“ dürfen auch die Kinder Kunstwerke aussuchen – ganz nach dem Vorbild der Kuratoren. Gemeinsam geht es durch die Ausstellung, wo faszinierende Bilder und Skulpturen darauf warten, erspäht zu werden. Nach der Familienführung malen, gestalten und collagieren die Teilnehmer ihr eigenes Lieblings-Werk. Die Aktion dauert rund 90 Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos, Erwachsene zahlen den Museumseintritt (vier Euro, ermäßigt zwei Euro). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

