„Die Erfindung der Natur. Illustrierte Naturbücher von Plinius bis zu Humboldt“: Kuratorenführung durch die Ausstellung
Unter dem Titel „Die Erfindung der Natur. Illustrierte Naturbücher von Plinius bis zu Humboldt“ zeigt die Historische Bibliothek noch bis Sonntag, 4. Oktober, eine Sonderausstellung, die der Entwicklung naturwissenschaftlicher Darstellungen von der Antike bis ins 19. Jahrhundert gewidmet ist. Im Mittelpunkt steht Alexander von Humboldts revolutionäres Verständnis der Natur als vernetztes Ökosystem. Am Sonntag, 30. August, haben die Besucherinnen und Besucher zudem bei freiem Eintritt zweimal die Gelegenheit, an einer Kuratorenführung durch die Ausstellung teilzunehmen. Um 12 und 17 Uhr nimmt Bibliotheksleiter Uli Steiger die Teilnehmenden mit auf einen etwa einstündigen Spaziergang durch rund 1.800 Jahre Naturgeschichte.
Die Sonderausstellung präsentiert einen einzigartigen Überblick anhand der reichhaltigen Sammlung illustrierter Naturbücher – von Plinius’ antiker „Naturalis historia“ bis zu Humboldts „Kosmos“. Sie zeigt nicht nur wissenschaftliche Meilensteine, sondern auch die zunehmende Ästhetisierung und Popularisierung des Naturwissens. Besonders augenfällig wird dies an Werken wie Bechsteins „Gespräche im Wirtshaus zu Klugheim gehalten über Gegenstände aus der Natur und Oekonomie“ und Raffs „Naturgeschichte für Kinder“, die Naturwissenschaften einem breiten Publikum zugänglich machten. Neben epochalen wissenschaftlichen Werken werden auch historisch bedeutende sowie ansprechend illustrierte Exponate gezeigt.

