Rastatt und Kuppenheim fordern: „Mehr Einsatz für unsere Standorte!“
Teilnahme an der Initiative „Bürgermeister für einen starken Automobilstandort“
Angesichts der angespannten Lage der deutschen Automobil- und Zulieferindustrie fordert die bundesweite Initiative „Bürgermeister für einen starken Automobilstandort“ deutlich schnellere politischen Entscheidungen. Von der Bundesregierung erwarten die beteiligten Städte eine starke industriepolitische Initiative auf nationaler Ebene und mehr Nachdruck in den laufenden Beratungen in Brüssel. Deutschland als größter Automobilstandort Europas müsse seine Interessen entschlossen vertreten.
Für die beiden Städte Rastatt und Kuppenheim, ebenso wie für die Standorte der Zulieferungsindustrie und Mobilität im Landkreis Rastatt - Bischweier, Bühl und Gaggenau - zeigt sich besonders deutlich, was auf dem Spiel steht: Die industrielle Wertschöpfung reicht weit über einzelne Werksgrenzen hinaus. Arbeitsplätze, Zulieferer, Logistik, Handwerk und Dienstleistungen sind eng miteinander verbunden. Standortentscheidungen wirken sich damit unmittelbar auf die Kommunen und die gesamte regionale Wirtschaft aus.
Für Rastatts Oberbürgermeisterin Monika Müller ist der Automobilstandort Rastatt weit mehr als ein einzelnes Werk. „Mercedes-Benz ist für Rastatt entscheidend für unseren Wohlstand und Motor für Beschäftigung, Wertschöpfung und die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region. Wenn Investitionen ausbleiben oder Produktionsstandorte international ins Hintertreffen geraten, spüren wir die Folgen vor Ort unmittelbar. Deutschland muss deshalb wieder ein Standort werden, an dem sich Investitionen rechnen – mit wettbewerbsfähigen Energiepreisen, weniger Bürokratie und verlässlichen politischen Rahmenbedingungen“, betont die Oberbürgermeisterin. Gerade auch von der neuen Landesregierung erwarten die beiden Stadtoberhäupter ein klares Bekenntnis zu den Standorten und Arbeitsplätzen im Land, konkret durch schnellen Bürokratieabbau, Stärkung des Ausbaus der E-Mobilität samt Infrastruktur und der autonomen Mobilität. Baden- Württemberg sollte sich als Ursprungsland des Automobils an seine Stärken erinnern, so die beiden Bürgermeister.
„Entscheidend ist, dass wir nicht nur bestehende Arbeitsplätze verwalten, sondern Voraussetzungen für die Arbeitsplätze von morgen schaffen. Rastatt verfügt über hochqualifizierte Beschäftigte, industrielle Kompetenz und eine gewachsene Infrastruktur. Diese Stärken müssen durch neue Investitionen und eine klare Perspektive für die nächste Generation der Mobilität genutzt werden“, so Müller weiter.
Der Standort in Rastatts Nachbarstadt Kuppenheim ist eng mit dem Rastatter Werk verzahnt. Auch hier geht es bei den Standortentscheidungen um mehrere hundert Arbeitsplätze.
„Kuppenheim steht exemplarisch für den Wandel der Automobilindustrie. Unser Mercedes-Benz Standort verbindet seit Jahren klassische industrielle Fertigung mit neuen Zukunftstechnologien. Gerade das Batterierecycling zeigt, dass Wertschöpfung und Innovation auch bei uns vor Ort neu gedacht und aufgebaut werden können. Diese Chancen für die Zukunft müssen wir durch verlässliche Rahmenbedingungen und wettbewerbsfähige Standortbedingungen sichern“, hebt Kuppenheims Bürgermeister Karsten Mußler hervor.
Hintergrund:
Die Initiative „Bürgermeister für einen starken Automobilstandort“ versteht sich als kommunale Stimme der Automobil- und Mobilitätsstandorte. Sie bringt die Perspektive der Städte ein, in denen industrielle Transformation unmittelbar stattfindet. Dort befinden sich Produktionswerke, Zulieferbetriebe, Forschungs- und Entwicklungsstandorte. Dort leben die Beschäftigten und ihre Familien, und dort werden die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen industriepolitischer Entscheidungen unmittelbar spürbar.
Ziel der Initiative ist es, die Transformation der Mobilitätsindustrie erfolgreich zu gestalten und industrielle Wertschöpfung, Innovation, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland und Europa zu sichern.
