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Smart City & KI: Stadt Rastatt informiert auf drittem Digitaltag

Der historische Wasserturm bei der Pagodenburg ist rund 50 Meter hoch. Wie prüft man, ob sich Ziegel auf dem Dach des Gebäudes gelöst haben? Mit der speziellen Drohne des zuständigen Kundenbereichs Hochbau ist das kein größeres Problem mehr – mit ihr werden übrigens auch die Dammbauwerke an der Murg beflogen.

Ein Mitarbeitender sucht eine bestimmte interne Information? Der Chat-Bot „Chatty“ der Stadt Rastatt hilft hier schnell und zuverlässig. Wie digitale Technologien den Arbeitsalltag in der Verwaltung erleichtern und welche Innovationen künftig eine noch größere Rolle spielen werden, darüber konnten sich Mitarbeitende von Stadt, Stadtwerken und Eigenbetrieben, Stadträte sowie Vertreter der Interkommunalen Zusammenarbeit re@di beim dritten Digitaltag der Stadtverwaltung informieren.

Digitalisierung erlebbar machen

Im Rossi-Haus drehte sich kürzlich einen ganzen Tag lang alles um digitale Anwendungen und neue Technologien. An insgesamt 15 Stationen präsentierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Dienststellen digitale Werkzeuge, Projekte und technische Entwicklungen aus ihrem jeweiligen Arbeitsbereich. Die sogenannten „Digitallotsen“ standen dabei ihren Kollegen für Fragen und praktische Einblicke zur Verfügung. Zusätzlich wurden in Kurzschulungen digitale Werkzeuge und moderne Arbeitsmethoden näher vorgestellt. Organisiert wurde der Digitaltag auch in diesem Jahr wieder federführend vom Kundenbereich Organisation und EDV und dem dortigen Digitalisierungsbeauftragten Michael Jutt. Mit dem internen Digitaltag verfolgt die Stadt Rastatt das Ziel, die Digitalisierung innerhalb der Verwaltung weiter voranzutreiben und den fachbereichsübergreifenden Austausch zu stärken.

Im Themenfeld Künstliche Intelligenz und digitale Kommunikation standen insbesondere die KI-gestützte Protokollerstellung für Ratssitzungen sowie der interne Chatbot im Fokus, der unter anderem zur Abfrage von Dokumentationen und zur Unterstützung bei der Textgenerierung genutzt werden kann. Darüber hinaus wurden Anwendungen wie Collaboard vorgestellt – ein sicheres Online-Whiteboard, das die Zusammenarbeit verteilter Teams in Echtzeit ermöglicht. Ergänzend dazu präsentierte man verschiedene Werkzeuge aus dem Bereich der Informationssicherheit, die vor allem der Sensibilisierung und dem sicheren Umgang mit digitalen Anwendungen dienen. Im Bereich Smart City und technische Verwaltung wurden unterschiedliche innovative Technologien näher erläutert. Dazu gehören Sensorik-Lösungen mit Klimakarte und Gießempfehlungen für Stadtbäume, das geografische Informationssystem (GIS), das computergestützte Gebäudemanagement sowie 3D-Druck, Drohneneinsatz und 3D-Scanning. Außerdem wurden das Bürger- und Amtsinformationssystem der Stadt Rastatt mit den Drucksachen der städtischen Gremien sowie die digitalen Angebote der Stadtbibliothek vorgestellt. Auf großes Interesse stieß die Fotostation, an der die Mitarbeitenden KI-gestützt Profilbilder für interne städtische Plattformen und Dienste anfertigen lassen konnten.

Oberbürgermeisterin Müller informiert sich am Stand
Blick von oben beim dritten Digitaltag
(Erstellt am 19. Mai 2026)