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Digitalisierungsprojekt: Stadtmuseum erhält Fördergelder

Über mehr als 12.000 Euro für die Erschließung und Digitalisierung der grafischen Sammlung des Hauses kann sich das Stadtmuseum Rastatt freuen. Es stammt aus dem Sonderförderprogramm der Landesstelle für Museen Baden-Württemberg „Sammlungsprofilierung durch qualifizierte Sammlungsdaten“, mit dem in diesem Jahr 25 nichtstaatliche Museen im Land mit einem Gesamtvolumen von rund 300.000 Euro unterstützt werden.

Umfangreiche Sammlung zur Stadtgeschichte

Die Sammlung des Stadtmuseums umfasst rund 500 Grafiken und Druckgrafiken und dokumentiert unterschiedliche Aspekte der Rastatter Stadt- und Kulturgeschichte. So wird etwa die Zeit Rastatts als Residenzsitz der baden-badischen Markgrafschaft widergespiegelt. Daneben befinden sich in der Sammlung Grafiken zu bedeutenden historischen Ereignissen wie dem Rastatter Frieden von 1714 und der Badischen Revolution von 1849. Ergänzt wird der Bestand durch künstlerische Arbeiten, unter anderem von Lucian Reich, Adolphine Herpp und Karl Hubbuch.

Systematische Erschließung: Von analog zu digital

Der Zuschuss ermöglicht dem Stadtmuseum, die Personalkosten für die Erschließung und Digitalisierung seiner grafischen Sammlung zu finanzieren. Umgesetzt wird das befristete Projekt vom promovierten Historiker und Leiter der Historischen Bibliothek, Dr. Uli Steiger. Dabei werden die vorhandenen Sammlungsbestände systematisch erschlossen – Objektdaten qualifiziert erfasst und bereits vorhandene, analoge Inventardaten aus Eingangsbüchern und Inventarkarten digitalisiert. Die Daten werden in der Inventarisierungssoftware „Augias“ gepflegt und für die spätere Veröffentlichung auf der Plattform www.museum-digital.de vorbereitet.

Sammlungsbestände langfristig online zugänglich machen

Ziel des Projekts ist es, die grafische Sammlung des Stadtmuseums langfristig umfassend digital zu erfassen und ausgewählte Bestände auch online für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Damit soll nicht nur die interne Dokumentation und Verwaltung der Sammlung verbessert, sondern auch der Zugang zu den historischen und künstlerischen Beständen des Stadtmuseums erleichtert werden.

Leiterin Johanna Kätzel und Dr. Uli Steiger – hier mit Originalen aus dem Depot
(Erstellt am 17. August 2026)

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