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„Die Erfindung der Natur“: Neue Sonderausstellung in der Historischen Bibliothek

Unter dem Titel „Die Erfindung der Natur. Illustrierte Naturbücher von Plinius bis zu Humboldt“ zeigt die Historische Bibliothek von 14. Juni bis 4. Oktober 2026 eine Sonderausstellung, die der Entwicklung naturwissenschaftlicher Darstellungen von der Antike bis ins 19. Jahrhundert gewidmet ist. Im Mittelpunkt steht Alexander von Humboldts revolutionäres Verständnis der Natur als vernetztes Ökosystem. Die Schau im Bibliothekssaal des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums wird am Mittwoch, 10. Juni, um 18 Uhr, eröffnet. Regulär besucht werden kann sie immer sonntags, von 11 bis 17 Uhr.

Die aktuellen Diskussionen um die Gefährdung der Natur durch den Menschen nimmt die Historische Bibliothek zum Anlass, das sich wandelnde Verständnis von Natur zu betrachten sowie die wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung der Naturgeschichte zu beleuchten. Die neue Sonderausstellung präsentiert einen einzigartigen Überblick anhand der reichhaltigen Sammlung illustrierter Naturbücher – von Plinius’ antiker „Naturalis historia“ bis zu Humboldts „Kosmos“. Sie zeigt nicht nur wissenschaftliche Meilensteine, sondern auch die zunehmende Ästhetisierung und Popularisierung des Naturwissens. Besonders augenfällig wird dies an Werken wie Bechsteins „Gespräche im Wirtshaus zu Klugheim gehalten über Gegenstände aus der Natur und Oekonomie“ und Raffs „Naturgeschichte für Kinder“, die Naturwissenschaften einem breiten Publikum zugänglich machten. Neben epochalen wissenschaftlichen Werken werden auch historisch bedeutende sowie ansprechend illustrierte Exponate gezeigt.

Stieleiche – Quercus pedunculata, aus: J. Sturms Flora von Deutschland in Abbildungen nach der Natur (Nürnberg 1796/97–1862),
(Erstellt am 03. Juni 2026)

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