Sprache ist der Schlüssel zum Erfolg: Rastatter Schulen setzen auf alltagsintegrierte Sprachförderung
Ob im Unterricht, im Berufsleben oder im täglichen Miteinander – Sprache ist der Schlüssel für Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und einen erfolgreichen Lebensweg. Damit Kinder ihre sprachlichen Fähigkeiten von Anfang an bestmöglich entwickeln können, haben die Stadt Rastatt, das Zentrum für Lehrerfortbildung und Schulentwicklung (ZSL) sowie zwei Rastatter Grundschulen in den vergangenen zwei Schuljahren neue Wege beschritten und gemeinsam das Projekt „Alltagsintegrierte Sprachförderung“ umgesetzt.
Alle Schulbeschäftigten beteiligen sich am Projekt
Ziel des Projekts war es, Sprechfreude bei den Kindern zu entwickeln und Sprachförderung als selbstverständlichen Bestandteil des gesamten Schulalltags zu verankern. Dabei waren nicht nur die Lehrkräfte gefragt. Alle am Schulleben Beteiligten, vom Sekretariat über die Hausmeister bis hin zum kommunalen Betreuungspersonal und der Schulsozialarbeit, wurden dafür sensibilisiert, Kinder bewusst beim Sprechen zu unterstützen. Deshalb konnten alle Personengruppen an ausgewählten Fortbildungen teilnehmen und ihre Ideen einbringen. Die Schülerinnen und Schüler wurden so beispielsweise ermutigt, vollständige Sätze zu bilden, ihren Wortschatz zu erweitern sowie ihre Ausdrucksfähigkeit und grammatikalische Sicherheit weiterzuentwickeln.
Projektidee ist im Rahmen von „Zusammenleben in Rastatt“ entstanden
Die Idee für das Projekt entstand im Rahmen der Erarbeitung des Integrationskonzepts „Zusammenleben in Rastatt“. Auf Initiative der Stadt Rastatt und der geschäftsführenden Schulleiterin der Rastatter Schulen, Elisabeth Ströhler, soll die erfolgreiche Sprachbildung aus dem Kindergarten konsequent in den Grundschulen weitergeführt werden. Seit dem Projektstart im Schuljahr 2024/2025 begleiten Jannina Tancredi und Marion Lutz vom ZSL die Hansjakobschule sowie die Hans-Thoma-Schule Rastatt mit praxisnahen Fortbildungen und regelmäßigen Austauschrunden. Federführend auf Seiten der Stadt Rastatt betreut Christina Jablonka das Projekt.
Sprachförderung ist inzwischen fester Bestandteil im Schulalltag
Die Ergebnisse einer abschließenden Befragung zeigen, dass die erarbeiteten Methoden inzwischen selbstverständlich in den Schulalltag integriert sind. Viele Lehrkräfte berichten, dass die sprachfördernde Haltung inzwischen „in Fleisch und Blut übergegangen“ sei und sie sprachfördernde Impulse ganz selbstverständlich in den Unterricht und das Schulleben einfließen lassen.
Alltagsintegrierte Sprachförderung soll ausgebaut werden
Auch über das Projektende hinaus wirkt die Initiative weiter. In dieser Woche treffen sich die Projektbeteiligten mit Vertreterinnen und Vertretern weiterer Rastatter Schulen, die Interesse daran haben, die alltagsintegrierte Sprachförderung künftig ebenfalls einzuführen. Damit könnte das erfolgreiche Modell schon bald an weiteren Schulen umgesetzt werden und noch mehr Kindern bessere Chancen für ihren Bildungsweg eröffnen.

