Jeder Tropfen zählt: Stadt ruft Rastatter zur Unterstützung bei der Bewässerung von Bäumen und Grünflächen auf
Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen setzen den Bäumen und Grünflächen im Stadtgebiet zunehmend zu. Besonders junge Bäume und neu angelegte Pflanzungen leiden unter dem Wassermangel, doch inzwischen geraten auch ältere Bäume an ihre Belastungsgrenzen. Die Stadt appelliert daher an alle Rastatterinnen und Rastatter, die Bewässerung des Stadtgrüns nach Möglichkeit zu unterstützen.
Stadtgrün ist unverzichtbar für Klima und Lebensqualität
Stadtbäume leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Lebensqualität. Sie spenden Schatten, senken die Umgebungstemperatur an heißen Tagen, filtern Schadstoffe aus der Luft, produzieren Sauerstoff und bieten zahlreichen Vogel- und Insektenarten einen wichtigen Lebensraum. Auch Grünflächen tragen wesentlich zu einem angenehmen Stadtklima bei, verbessern die Versickerung von Regenwasser und erhöhen die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Bleibt der dringend benötigte Regen aus, geraten die Bäume jedoch unter erheblichen Trockenstress. Dieser schwächt ihre Vitalität, macht sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge und kann im schlimmsten Fall zum Absterben führen. Der Verlust eines ausgewachsenen Baumes wiegt schwer: Bis ein neu gepflanzter Baum dieselben ökologischen Funktionen erfüllt, vergehen oftmals mehrere Jahrzehnte.
Städtische Mitarbeiter im Dauereinsatz
Die Mitarbeitenden der Technischen Betriebe bewässern die öffentlichen Bäume und Grünflächen bereits mit großem Einsatz. Nahezu täglich sind sie mit einem Lkw, der 6.000 Liter Wasser fasst, sowie einem Schlepper mit Anhänger und weiteren 4.000 Litern Wasservorrat unterwegs, um die besonders gefährdeten Bäume und Pflanzen vor dem Vertrocknen zu schützen. Insgesamt werden derzeit täglich rund 35 bis 40 Kubikmeter Wasser benötigt, um die städtischen Bäume und Grünflächen ausreichend zu versorgen. Um die Bewässerung weiter zu verstärken, wurde zusätzlich eine externe Fachfirma beauftragt, die insbesondere die Jungbäume mit Wasser versorgt.
Jede Gießkanne hilft: Stadt bittet um Unterstützung beim Gießen
Trotz dieser umfangreichen Maßnahmen stößt die Stadt angesichts der Vielzahl an Bäumen und der anhaltenden Trockenperiode zunehmend an ihre Grenzen. Deshalb bittet sie die Bevölkerung um Unterstützung. Wer die Möglichkeit hat, kann den Baum vor der eigenen Haustür oder eine Grünfläche in der Nachbarschaft mit einigen Gießkannen Wasser versorgen. Dabei gilt es, zwei wichtige Ziele miteinander zu verbinden: besonders gefährdete Stadtbäume zu erhalten und zugleich verantwortungsvoll mit der nicht unbegrenzt verfügbaren Ressource Wasser umzugehen. Das eingesetzte Wasser soll deshalb möglichst gezielt und wirksam in den Wurzelraum gelangen. Besonders wirkungsvoll ist das Gießen in den frühen Morgen- oder Abendstunden, wenn das Wasser langsam in den Boden einsickern und die Wurzeln nachhaltig erreichen kann. Idealerweise kommt gesammeltes Regenwasser zum Einsatz. In längeren Trockenphasen ist jedoch auch Leitungswasser eine wertvolle Hilfe, um Bäume vor dauerhaften Schäden zu bewahren. Bereits wenige Eimer Wasser können dazu beitragen, dass Bäume und Grünflächen die heißen Sommermonate besser überstehen.

