Projekt "Hilfepunkt Rastatt"


Der „Hilfepunkt Rastatt“ signalisiert Kindern: Hier gibt es Hilfe in Notsituationen. Foto: Stadt Rastatt.

„Hilfepunkt Rastatt“: Grundschulkinder lernen, wo es in Notsituationen Hilfe gibt

(24.7.2014) „Was tut ihr, wenn ihr auf eurem Schulweg oder nachmittags unterwegs Hilfe braucht?“ Mit dieser Frage beschäftigen sich die Zweitklässler der Hansjakobschule und der Gustav-Heinemann-Schule im Stadtteil Rheinau-Nord beim Projekt „Hilfepunkt Rastatt“. Einmal im Jahr erklären Beate Walter-Kölmel und Anke Niggemeyer von der Schulsozialarbeit sowie Karin Hub und Kathrin Warth von der Gemeinwesenarbeit Rheinau-Nord der Stadt Rastatt gemeinsam mit ihren Lehrern den Grundschülern das Projekt.

Der „Hilfepunkt Rastatt“ ist an den Türen und Schaufenstern zahlreicher Geschäfte und Einrichtungen im Einzugsbereich der Schulen zu sehen. Er zeigt Kindern an, dass sie hier willkommen sind, wenn sie Hilfe brauchen. Für das Projekt hatten Karin Hub und Kathrin Warth geeignete Anlaufstellen gewinnen können. Zu den Einrichtungen und Geschäften gehören unter andem ein Supermarkt, eine Apotheke, ein Dönerladen und der Stadtteiltreff Rheinau. Sie alle haben unterschiedliche Öffnungszeiten und decken daher ein großes Zeitspektrum ab. Hilfesuchenden steht die Türe daher bis in die Abendstunden offen. „Wir freuen uns, dass wir so zahlreiche Unterstützer für dieses wichitge Anliegen finden konnten“, bedanken sich die Projektverantwortlichen.

Damit die Grundschulkinder die „Hilfepunkt Rastatt“-Stellen persönlich kennenlernen, veranstaltet die Schulsozialarbeit eine Stadtrallye. Die Klassen laufen in kleinen Gruppen mit Begleitpersonen und offenen Augen durch die Stadt. So werden nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen in den Anlaufstellen für die Sicherheit der Kinder sensibilisiert. Anhand von kleinen Rollenspielen lernen die Kinder im Klassenzimmer, wie man sich in Bedrohungs- und Notsituationen richtig verhält. Zur Nachbereitung erhält die Schule einen Schulbezirksplan mit Fotos der Anlaufstellen, auf dem die Kinder nachschauen können, wohin genau sie können, wenn sie in Not sind.

Das Projekt dient zum einen der Vorsorge: Kinder sollen sich auf ihrem Schulweg sicher fühlen und lernen, wie man sich in Notsituationen richtig verhält. Zum anderen fördert das Projekt die gegenseitige Fürsorge: Jung und Alt passen aufeinander auf und schauen hin, wenn Hilfe nötig ist.


Grundschüler auf „Hilfepunkt“-Rallye

Logo des Projektes "Hilfepunkt Rastatt"

(25.07.2012) „Was tut Ihr, wenn Ihr auf Eurem Schulweg oder nachmittags unterwegs Hilfe braucht?“ Mit dieser Frage begannen die Projekttage für Zweitklässler der Hansjakobschule. Die städtische Schulsozialarbeiterin Beate Walter-Kölmel erklärte in Kooperation mit Lehrkräften den Grundschülern den „Hilfepunkt Rastatt“ und erläuterte, wo sie in einem Notfall Beistand erhalten.

Bei der „Hilfepunkt“-Rallye lernen die Grundschüler spielerisch Anlaufstellen bei Notfällen kennen.

Beim Projekt „Hilfepunkt Rastatt“ des Bündnisses für Familie Rastatt signalisieren die beteiligten Geschäfte, Banken und Behörden entlang der Hauptfußwege in der Innenstadt durch einen großen, grünen Aufkleber ihre Hilfsbereitschaft. Kinder ebenso wie Senioren finden dort selbstverständlich Unterstützung in Notsituationen.

Mit Begeisterung suchten die Grundschüler bei einer „Hilfepunkt“-Rallye den Aufkleber im Schaufenster oder an der Eingangstür der teilnehmenden Geschäfte, die sich durch ihre zentrale Lage am Schulweg sowie passende Öffnungszeiten auszeichnen. Die Kinder trainierten Regeln, die der Schulwegsicherheit dienen, wurden freundlich bei den „Hilfepunkt“-Teilnehmern empfangen und lernten so spielerisch einige der Anlaufstellen kennen. Zurück im Klassenzimmer übten sie bei Rollenspielen das richtige Verhalten in Bedrohungs- und Notsituationen. Abschließend konnten die Kinder auf einem Stadtplan mit Fotos der Anlaufstellen nachsehen, welche „Hilfepunkte“ sich auf ihrem Schulweg befinden.

Mittlerweile sind 50 Teilnehmer dem „Hilfepunkt Rastatt“ beigetreten. Ziel des Projektes ist, die Kultur des Hinschauens und den Zusammenhalt zu fördern und das subjektive Sicherheitsgefühl aller, die in der Stadt unterwegs sind, durch zahlreiche „Hilfepunkt“-Anlaufstellen zu stärken.

Wer sich dem „Hilfepunkt Rastatt“ anschließen möchte, kann sich gerne an die Koordinatorin des Bündnisses für Familie bei der Stadt Rastatt, Claudia Zeich, Tel. 07222 / 972-9441 (vormittags), E-Mail: claudia.zeich@rastatt.de, wenden.


"Hilfepunkt Rastatt" gegründet

(11.04.2011) Eine ältere Dame mit Rollator ist auf dem Weg, ihren Einkauf in der Innenstadt zu erledigen. Auf einmal macht der Kreislauf Probleme. Ein Kind wird auf dem Schulweg von Klassenkameraden beschimpft und bedroht. An wen können sich diese Menschen wenden? Diese und ähnliche Situationen haben den Anstoß für den „Hilfepunkt Rastatt“ gegeben, dem neuesten Projekt des Bündnisses für Familie, welches in Zusammenarbeit der Stadt Rastatt mit Ämtern, sozialen Einrichtungen, dem Rastatter Einzelhandelsverband, dem Gewerbeverein RA³ sowie der Polizeidirektion Rastatt/Baden-Baden entstanden ist.

Logo des Projektes

Künftig macht ein großer grüner Aufkleber am Eingang der beteiligten Bäckereien, Friseurgeschäfte, Supermärkte, Betriebe oder Ämter Selbstverständliches sichtbar: Hilfe und Beistand bei allen Arten von Notfällen. Für alle hilfesuchenden Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen soll so zunächst entlang der Hauptfußwege in der Innenstadt ein lokales Netz von Anlaufstellen in Notsituationen installiert werden. „Signale sind wichtig“, so Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch, der den ersten Hilfepunkt heute an der Eingangstür des Historischen Rathauses anbrachte. „Rastatt setzt damit ein wichtiges Signal der Hilfsbereitschaft. Mit dem Hilfepunkt Rastatt erkennen Hilfesuchende auf einen Blick, dass sie willkommen sind und ohne viele Worte auf Unterstützung zählen können. Dieses Projekt trägt dazu bei, dass sich die Menschen in Rastatt sicherer fühlen und stärkt den  Zusammenhalt in unserer Stadt.“

Der „Hilfepunkt Rastatt“ stellt eine generationenübergreifende Fortführung des Kinderschutz-Projekts „Komm rein“ dar, welches bereits seit 2002 erfolgreich in Rastatt umgesetzt wird.

Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch (4. v. l.) stellte heute gemeinsam mit Vertretern der Projektgruppe den „Hilfepunkt Rastatt“ vor.

Der Rastatter Einzelhandelsverband sowie das Finanzamt, das Landratsamt, der Caritasverband für den Landkreis Rastatt e.V. und die Agentur für Arbeit haben ihre Beteiligung bereits zugesichert. Die Sparkasse Rastatt-Gernsbach, die ebenfalls am „Hilfepunkt Rastatt“ teilnimmt, unterstützt die Aktion ferner durch die Übernahme der Kosten für den Druck der Flyer und Aufkleber.

Der Beitritt zum „Hilfepunkt Rastatt“ erfolgt durch Unterschrift der Beitrittserklärung durch den Teilnehmer. Im Anschluss daran werden diesem der „Hilfepunkt Rastatt“-Aufkleber sowie weitere Informationen (Notfallmerkblatt und eine Liste mit Adressdaten sowie Telefonnummern der Rastatter Schulen) übersandt.

Das Bündnis für Familie hofft, dass sich noch viele weitere Geschäfte und Institutionen beteiligen. Wer sich dem „Hilfepunkt Rastatt“ anschließen möchte, kann sich gerne an die Koordinatorin des Bündnisses für Familie bei der Stadt Rastatt, Claudia Zeich, Tel. 07222 / 972-9441 (vormittags), E-Mail: claudia.zeich@rastatt.de, wenden.

Kontakt

Bündnis für Familie Rastatt
Koordinatorin 
Claudia Zeich
Zimmer 1.05
Herrenstraße 13 (Rossi-Haus)
76437 Rastatt
Tel. 07222 972-9441 (vormittags)
E-Mail: claudia.zeich@rastatt.de


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