Rheinpromenade Plittersdorf wird neu gestaltet


Aktuelles:

  • Tourismus und Natur im Einklang: Spatenstich für die Umgestaltung der Rheinpromenade Plittersdorf: Es ist eines der beliebtesten touristischen Ausflugsziele in Rastatt: die Rheinpromenade in Plittersdorf. Insbesondere an sonnenreichen Tagen flanieren zahlreiche Touristen und Einheimische entlang der Promenade, beobachten Schiffe oder lassen sich mit den Rädern von der Fähre auf die andere Seite des Rheins bringen. Im Rahmen eines deutsch-französischen Bauprojekts wird die Rheinpromenade nun komplett umgestaltet. Mit einem symbolischen Spatenstich haben Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder, Bürgermeister Raphael Knoth sowie der französische Bürgermeister aus Seltz, Jean-Luc Ball, den Beginn des Bauprojekts gefeiert. Mehr Infos


Die Rheinpromenade im Rastatter Ortsteil Plittersdorf erhält ein neues Aussehen. Sie wird von 2021 bis 2023 im Rahmen eines grenzüberschreitenden, deutsch-französischen Projekts umfangreich neu gestaltet.

Die Umgestaltung des rechtsrheinischen Ufers auf deutscher Seite ist nur eine von vielen Maßnahmen, die die Kommunen Rastatt (D) und Seltz (F) gemeinsam auf beiden Seiten des Rheins umsetzen wollen. Ziel ist, der zunehmenden touristischen Nutzung des Naturschutzgebiets Rechnung zu tragen, Besucher für das besondere Ökosystem zu sensibilisieren und Renaturierungsmaßnahmen voranzutreiben. Das Maßnahmenpaket wird von der EU mit rund 1,62 Millionen Euro gefördert (Rastatt und Seltz).

Touristisch stark frequentiert: Fähre, Schiffsanleger, Spielschiff und mehr

Dank der Förderung kann nun die Rheinpromenade in Plittersdorf­ – Rastatts Entree von Frankreich kommend – umfangreich aufgewertet werden. Hier befindet sich nicht nur ein Endpunkt der Gierseilfähre Saletio, die die beiden Rheinufer miteinander verbindet, sondern auch Picknickplätze und – passend zum Thema Wasser – ein Spielplatz mit einem hölzernen Spielschiff für Kinder. 

Infrarstruktur wird ausgebaut: Ebenfalls Teil der Promenade ist eine Schiffsanlegestelle für große Flusskreuzfahrtschiffe. Nachdem man diese bereits 2017 einweihen konnte, will man im Rastatter Rathaus nun zusätzlich die entsprechenden Infrarstrukturmaßnahmen umsetzen (Sanitäranlage und Kiosk). Auch sollen Tagesgäste, die mit dem Schiff ankommen, künftig bequem per Bus die Barockstadt besuchen können.

Hintergrund des Projekts ist die zunehmende touristische Nutzung der Gebiete am linken und rechten Rheinufer. Da es sich hier jedoch um Naturschutzgebiete handelt, besteht die Herausforderungen des Projekts darin, touristische Aktivitäten und die Erhaltung der Schutzgebiete in Einklang zu bringen. Die Rheinufer sollen als Ausflugsziel für die lokale Bevölkerung und Touristen erlebbar bleiben, die Natur aber nicht zusätzlich belastet werden. Mehr Infos

Die Maßnahmen gliedern sich in drei Bereiche:

  • Besuchermanagement

    Bei der Fähranlegestelle soll eine Aufenthaltswiese entstehen, ebenso vorgesehen sind eine Anlage mit Blick auf den Rhein, neue Sanitäranlagen und wegbegleitende Sitzgelegenheiten mit Picknickbereichen. Die Promenade wird saniert, weshalb die Parkplätze verlegt werden müssen, außerdem wird der Bus- und Radverkehr neu geordnet.

  • Sensibilisierung der Besucher für das Ökosystem Rheinaue

    Geplant ist ein neun Kilometer langer, grenzüberschreitender Lehrpfad, der Spielplatz soll mit naturnahen Elementen aufgewertet werden, gebaut wird außerdem eine Sitzstufenanlage am nördlichen Ende der Promenade.

  • Renaturierung und Erhalt von Schutzgebieten

    Der zunehmenden Verlandung der wertvollen Aue-Bereiche will man mit einer Vertiefung von zwei Schluten entgegenwirken. Geplant ist außerdem der Bau von Brutflößen für die gefährdete Flussseeschwalbe.

Das Projekt: Der Gemeinderat der Stadt Rastatt hatte am 17. Dezember 2018 zugestimmt, einen Förderantrag zur Neugestaltung der Rheinpromenade zu stellen. Im Juli 2020 erhielt die Stadt Rastatt die Förderzusage. Eine Projektänderung wurde in Dezember 2021 bewilligt. Die Kosten auf deutscher Seite für die Neugestaltung der Rheinpromenade belaufen sich auf zirka 2,7 Millionen Euro. Dank der Förderung der Europäischen Union durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms Interreg Oberrhein beträgt der Eigenanteil der Stadt Rastatt 1,3 Millionen Euro. Weitere 1,5 Millionen Euro nimmt die Barockstadt für die Verlegung des Parkplatzes an der Plittersdorfer Fähre in die Hand. Dafür stehen Fördergelder aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm in Höhe einer halben Million Euro zur Verfügung. Das Regierungspräsidium Karlsruhe beteiligt sich mit 66.000 Euro an den Naturschutzmaßnahmen.

Kontakt:

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Anne-Sophie Fulda
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