Stadtmuseum

Sonderausstellung: 225 Jahre Rastatter Kongress (1797-1799) - „Die Augen von ganz Europa sind auf Rastatt gerichtet“


Von 26. November 2022 bis 24. September 2023

Der Titel der Sonderausstellung im Stadtmuseum Rastatt bringt es auf den Punkt: 1797 sind tatsächlich „Die Augen von ganz Europa auf Rastatt gerichtet“. Der Rastatter Kongress zog die politische Prominenz in die Stadt an der Murg und sollte die Ausführung der Beschlüsse des Friedens von Campo Formio bringen, nämlich die Abtretung des linken Rheinufers an Frankreich.

Der Friede von Campo Formio beendete den 1792 von Frankreich begonnenen Ersten Koalitionskrieg. Die endgültigen Regelungen mit dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation blieben dem Rastatter Kongress vorbehalten, der jedoch aufgrund des Ausbruches des Zweiten Koalitionskrieges nie zu Ende geführt wurde. Mehr zu den geschichtlichen Hintergründen des Rastatter Kongresses

Premiere im Stadtmuseum: Erstmals Ausstellung zum Thema überhaupt
225 Jahre später zeigt das Stadtmuseum Rastatt mit seiner Ausstellung eine Premiere, denn erstmals wird das Thema „Rastatter Kongress“ überhaupt in einer Ausstellung dargestellt. Präsentiert wird die Geschichte über zwei Stockwerke und drei Multimedia-Stationen. Viele interessante Vorträge und Führungen erwarten die Besucher ebenso wie beeindruckende Ausstellungsstücke. Hier geht´s zum Veranstaltungs- und Führungsprogramm zur Sonderausstellung Rastatter Kongress im Stadtmuseum Rastatt

Glücksfall für Rastatt: Zurück auf der großen Bühne
Nach dem Verlust der Residenz und der Vereinigung der Markgrafschaften Baden-Baden und Baden-Durlach 1771 versank Rastatt in der Bedeutungslosigkeit. Die Wahl Rastatts als Ort der Friedensverhandlungen nach dem ersten Koalitionskrieg war für die Stadt deshalb ein Glücksfall. Mit der Ankunft der Kongressabgeordneten kam die „große Welt“ nach Rastatt und bewirkte einen kulturellen und wirtschaftlichen Aufschwung. Rastatt wurde zum Zentrum politischen Geschehens, das die Landkarte Europas nachhaltig veränderte. Bedeutende Persönlichkeiten wie Napoleon Bonaparte verhandelten über den Status des Rheins als deutsch-französische Grenze und die Entschädigung deutscher Fürsten für ihre verlorenen Gebiete.

Der Rastatter Gesandtenmord
Wissen Sie, wo die französischen Gesandten damals ihr Leben verloren? Am Schauplatz des Verbrechens in Rastatt erinnert heute ein Denkmal und eine Tafel an die Tat. Der bis heute ungeklärte Mord an den Gesandten bildete das unrühmliche Ende eines Kongresses ohne konkrete Beschlüsse. Mehr Infos zum Rastatter Gesandtenmord. Dennoch hatte der Kongress eine wichtige Bedeutung für die Entwicklung der Stadt Rastatt und die deutsch-französische Politik.


Kontakt:

Stadtmuseum Rastatt
Im Vogelschen Haus
Herrenstraße 11
76437 Rastatt
Tel. 07222 972-8400
E-Mail: museen@rastatt.de

Leitung: Iris Baumgärtner M.A.
Sekretariat: Anja Renschler
 

Öffnungszeiten:

Donnerstag bis Samstag
12-17 Uhr
Sonntag und an Feiertagen
11-17 Uhr

Gruppenführungen nach Vereinbarung

Eintrittspreise:

Erwachsene drei Euro, ermäßigt einen Euro

Freier Eintritt mit Museums-Pass.