Häufige Fragen an die Schulsozialarbeit:


Hier beantworten wir häufig gestellte Fragen von Seiten der Eltern und Lehrkräfte an die Schulsozialarbeit. Wichtig ist auf jeden Fall: Wenn ein Kind Hilfe benötigt, wenden Sie sich frühzeitig und vertrauensvoll an uns.


Fragen von Eltern:

Frage: „Mein Kind wird in der Schule gemobbt. Was kann ich tun?“

Antwort: Es ist nicht ratsam, direkt mit den Kindern, die Ihr Kind drangsalieren, oder deren Eltern zu reden. Nehmen Sie besser unverzüglich Kontakt zum Klassenlehrer und der Schulsozialarbeit auf. Gerade bei Mobbing ist schnelles Handeln wichtig. Schweigen oder Abwarten verschlimmert die Situation. Die Schulsozialarbeit kann Sie und Ihr Kind beraten und den Schutz Ihres Kindes veranlassen. Verschiedene Maßnahmen können eingeleitet werden:

  • Die Schüler klären die Problematik mit den Streitschlichtern oder der Schulsozialarbeit.
  • Die Schulsozialarbeit kann mit der Klassengemeinschaft arbeiten, um diese zu stärken und für das Thema sensibel zu machen
  • Sie sollten die sozialen Netzwerke und Messengers Ihres Kindes sicher machen. Weitere Infos und Anleitungen hierzu finden Sie hier.

Frage: „Ich habe Probleme mit meinem Kind, möchte aber die Schulsozialarbeit nicht einschalten, da ich nicht möchte, dass möglicherweise von dort das Jugendamt informiert oder Dritte auf die Probleme unserer Familie aufmerksam werden.“

Antwort: Die Schulsozialarbeit unterliegt der Schweigepflicht. Nur in Fällen akuter Kindeswohlgefährdung ist sie verpflichtet, das Jugendamt in Kenntnis zu setzen. Sollten Dritte, möglicherweise auch das Jugendamt, zur Lösung Ihres Problems beitragen können, so wird die Schulsozialarbeit einen Kontakt nur mit Ihrem Einverständnis herstellen.

Frage: „Wenn ich mich an die Schulsozialarbeit wende, erfährt dann die Schulleitung oder der Klassenlehrer von meinen Fragen oder Gesprächsinhalten?“

Antwort: Nein, auch hier gilt die Schweigepflicht. Allerdings kann es sinnvoll sein, beispielsweise den Klassenlehrer zu informieren. Hierzu ist allerdings Ihr Einverständnis erforderlich.

Frage: „Ich vermute, dass die Clique meines Kindes Drogen konsumiert und befürchte, dass auch mein Kind bereits Drogen konsumiert hat. Was kann ich tun?“

Antwort: Vereinbaren Sie einen Beratungstermin bei der Schulsozialarbeit. Diese kann Sie grundlegend informieren und Ihnen Kontakte zu Beratungsstellen vermitteln.

Frage: „Der Klassenlehrer hat mir in einem Gespräch eröffnet, dass mein Kind immer wieder negativ im Schulalltag auffällt. Ich kann das gar nicht glauben, da mein Kind zu Hause keinerlei Probleme macht. Was kann ich tun?

Antwort: Suchen Sie das Gespräch mit dem Klassenlehrerund sagen Sie ihm dass Sie nicht wissen, warum Ihr Kind sich so verhält, und wie die Situation zu Hause aussieht. Wahrscheinlich finden Sie gemeinsam einen Weg, das Problem zu lösen.

Selbstverständlich können Sie auch die Schulsozialarbeit zu Rate ziehen. Diese kennt Ihr Kind und kann sich mit ihrem Fachwissen beratend einbringen. Sogenannte „Runde Tische“, bei denen alle Beteiligten gemeinsam nach Lösungen suchen, haben sich in solchen Fällen bewährt. Vereinbaren Sie einen Termin bei der Schulsozialarbeit.

Frage: „Mein Kind geht nicht gerne in die Schule, da es von Mitschülern geärgert wird. Was kann ich tun?“

Antwort: Nehmen Sie Kontakt mit der Schulsozialarbeit auf. Diese kann gemeinsam mit Ihnen die Situation analysieren. In einem zweiten Gespräch sollte die Schulsozialarbeit Ihr Kind ermuntern, seine Sicht der Dinge zu erzählen. Das Gespräch kann in der Schule oder aber zu Hause geführt werden, dort wo sich Ihr Kind am wohlsten und sichersten fühlt. Die Sichtweise des/der LehrersIn sollte ebenfalls miteinbezogen werden. Zudem kann die Schulsozialarbeit im Rahmen eines Unterrichtsbesuchs die Klassensituation beobachten oder in einer Spielestunde mit Teamspielen eigene Erkenntnisse gewinnen.

Nach Kenntnis aller möglichen Sachverhalte erarbeitet die Schulsozialarbeit mit Ihnen die weitere Vorgehensweise.

Frage: „Mein Kind wird im Internet von Klassenkameraden beschimpft. Was kann ich tun?

Antwort: Sie können einen Termin mit der Schulsozialarbeit vereinbaren, bei dem sie Informationen über Sicherheitseinstellungen im Netz erhalten.

Zudem bietet die Schulsozialarbeit die Durchführung von Klassenprojekten und Elternabenden zum Thema „Mobbing im Internet“ an. Weiter führt die Schulsozialarbeit Gespräche mit dem/n „Tätern“.


Fragen von Lehrern/Innen:

Frage: „Die Jungs und Mädels in der Klasse haben ständig miteinander Streit. Was kann die Schulsozialarbeit leisten?

Antwort: Die Schulsozialarbeit führt gemeinsam mit dem/der KlassenlehrerIn einen Klassenrat durch, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihre Probleme mit anderen aussprechen können. Gemeinsam werden konstruktive Handlungsalternativen vereinbart. Der Klassenrat wird in solchen Fällen in regelmäßigen Abständen erneut durchgeführt. Die Schulsozialarbeit kann dem/der KlassenlehrerIn darüber hinaus ein themenorientiertes Klassenprojekt anbieten, bei dem das Verhältnis von Jungs und Mädchen in der Klasse bearbeitet wird.

Frage: „Ich habe das Gefühl, dass ein bestimmter Schüler in meiner Klasse die anderen Schüler unterdrückt. Was kann ich tun?“

Antwort: Die Schulsozialarbeit kann mit dem Schüler Gespräche führen, um die Ursachen und Gründe für sein Verhalten zu erfahren und je nach Problemlage auch passende Hilfen anzubieten. Zudem sollte mit der Klasse dauerhaft in Projekten das Selbstbewusstsein und das Durchsetzungsvermögen der Schüler gestärkt werden.

Frage: „Wie kann ich als LehrerIn Mobbing erkennen?“

Antwort: Sie sollten zunächst auf mögliche Anzeichen achten. Hinweise könnten sein:

  • körperliche Verletzungen
  • psychische und psychosomatische Veränderungen
  • Verhaltensauffälligkeiten, wie z. B. Schulunlust
  • immer weniger Kontakt mit Klassenkameraden, Rückzug
  • wenn das Kind beginnt zu stottern etc.
  • Notenabfall

Wichtig ist es, Mobbing von einem Konflikt abzugrenzen. Bei einem Konflikt ist die Macht gleich verteilt. Es existiert eine Meinungsverschiedenheit, bei der sich beide Seiten nicht gut fühlen. Beide Seiten sind um eine Problemlösung bemüht.

Bei Mobbing entsteht ein eindeutiges Machtgefälle. Der Täter hat eine Schädigungsabsicht und das Verlangen nach Kontrolle und Macht. Meist geht es hier auch um materielle Motive und der Täter triumphiert, während das Opfer leidet. Der Mobber zeigt von sich aus auch kein Bemühen, das Problem zu lösen.

 

 

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