Rastatt erhält Inklusionspreis fürs Rossi-Haus

(7. Juni 2022) Über eine besondere Auszeichnung für Barrierefreiheit darf sich seit Kurzem die Stadt Rastatt freuen: Der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Menschen Baden-Württemberg (LSK) verlieh den „Inklusion Plus Award 2021“ für das Rastatter Rossi-Haus – als gelungenes Beispiel von Barrierefreiheit in einem denkmalgeschützten historischen Gebäude. Bei einer Feierstunde am 31. Mai in Stuttgart nahmen Bürgermeister Arne Pfirrmann, die städtische Inklusionsbeauftragte Margrit Wagner-Körber und Architekt Siegfried Rastätter die Auszeichnung entgegen. Die weiteren Preisträger 2021 sind die Pfahlbauten Unteruhldingen, das Städtische Museum Storchen in Göppingen, das Schloss Kirchentellinsfurt und das Kloster Bebenhausen. Wie zu allen diesjährigen Gewinnern hat der Landesverband zum Rossi-Haus einen Kurzfilm erstellt, der ab sofort auf der städtischen Internetseite unter www.rastatt.de zu sehen ist. Sichtbares Zeichen der Preisverleihung ist eine Auszeichnungsplakette, die Anfang Juli im Rossi-Haus angebracht werden soll. 

Was bedeutet der „Inklusion Plus Award“?
Der Landesverband würdigt damit die Umsetzung von Barrierefreiheit in historischen Gebäuden. Diese ist mit besonderen Herausforderungen verbunden. Denn Denkmalschutz und ein barrierefreier Zugang sowie ein barrierefreies Bewegen im Gebäude sind schwierig in Einklang zu bringen. In Ermangelung von technischen Standardlösungen ist daher von Anfang an die Einbindung der Expertise von Menschen mit Behinderung gefragt. 

Wie kam es zur Bewerbung des Rossi-Hauses?
Impulsgeber war der „Botschafter für Barrierefreiheit“ Stefan Schneider aus der Geschäftsstelle der Kommunalen Behindertenbeauftragten des Landkreises Rastatt. Er unterstützte den Landesverband bei der Suche nach geeigneten Gebäuden. Nach einer Besichtigung des Rossi-Hauses war er beeindruckt, wie umfangreich hier Barrierefreiheit umgesetzt ist.

Für welche Besonderheiten hat das Rossi-Haus den Preis erhalten?
Unter anderem gibt es einen stufenlosen Zugang ins Gebäude. Ein Blindenleitsystem führt zum Aufzug an der Rückseite des Gebäudes. Im Gebäude ermöglichen Rampen, Kontraste an Treppenstufen oder Kennzeichnungen an den Handläufen in Brailleschrift ein problemloses sich Bewegen. Mit Unterstützung der kostenlosen App „Mindtags“ finden Blinde und Sehbehinderte den Raum, den sie suchen. Andere können hierzu den großen Bildschirm mit Touchfunktion nutzen, der im Eingangsbereich zu finden ist. In jedem der zwei Stockwerke gibt es eine große Behindertentoilette.

Was befindet sich momentan im Rossi-Haus?
Das Trauzimmer, die städtische Servicestelle Inklusion, das Seniorenbüro, die Koordinierungsstelle Ukrainehilfe und Veranstaltungs- und Besprechungsräume. Alle Räume im ersten und zweiten Obergeschoss können barrierefrei genutzt werden. 

Ist die barrierefreie Nutzung nur für Rollstuhlfahrer wichtig?
Nein, auch für motorisch eingeschränkte Menschen, blinde Menschen oder solche mit Seheinschränkungen bieten barrierefreie Gebäude die Möglichkeit zur gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe. Im Übrigen profitieren auch Eltern mit Kinderwagen von Einrichtungen für Barrierefreiheit.

Ich interessiere mich fürs Thema Barrierefreiheit. An wen kann ich mich wenden?
Die städtische Inklusionsbeauftragte Margrit Wagner-Körber, die ihr Büro im Rossi-Haus hat, beantwortet gerne alle Fragen rund ums Thema: E-Mail margrit.wagner-koerber@rastatt.de, Telefon 07222 972-9440 (vormittags).

Hier geht´s zum Film zum barrierefreien Rossi-Haus

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