Buchvorstellung im Stadtmuseum: Hermann Stimmlers Autobiografie „Hochmut. Meine Kindheit und Jugend im Dritten Reich“

(25. Mai 2022) In seinem im Oktober 2021 erschienenen Buch „Hochmut. Meine Kindheit und Jugend im Dritten Reich" erinnert sich der 1927 geborene Hermann Stimmler lebhaft, wie er als begeisterter Anhänger der Nationalsozialisten in Rastatt aufwuchs, sich freiwillig zur Wehrmacht meldete und aus der Kriegsgefangenschaft nach Rastatt zurückkehrte. Zahlreiche Fotos und Dokumente aus der Zeit, ergänzt durch eine Abschrift seines heimlich geführten Kriegstagebuches, sind dem Buch beigegeben. Am Donnerstag, 2. Juni, um 18 Uhr stellt Moritz Schottmüller, der Enkel des Autors, das Buch im Rastatter Stadtmuseum vor und geht auf die Entstehungsgeschichte ein. Auch Hermann Stimmler selbst wird dabei sein. Philipp Erben wird zudem einige Passagen aus dem Buch vorlesen. Thematisch begleitet und moderiert wird der Abend von Stadtarchivar Oliver Fieg und Iris Baumgärtner, Leiterin des Stadtmuseums. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Dank der guten Erinnerung des heute 94-Jährigen werden die Aufzeichnungen zu einer wichtigen Quelle, die beschreibt, wie er und die Gesellschaft um ihn herum sich radikalisierten, wie er zum wissenden Mitläufer wurde. Er erlebte die Pogromnacht am 9. November 1938 in seiner unmittelbaren Nachbarschaft und wurde Zeuge der zerstörerischen Kraft des Krieges. Ungeschönt berichtet er von seiner Kriegsgefangenschaft im Alter von 18 Jahren und wie er gezeichnet von den Kriegserlebnissen nach Rastatt zurückkehrte. Die transkribierte Handschrift lässt erkennen, wie die Kriegserlebnisse einen Sinneswandel bei dem jungen Soldaten bewirkten.

Mit seinem Enkel Moritz Schottmüller, Grafikdesigner und Student an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, arbeitete er mehrere Jahre an der Erzählung seiner Geschichte. Die grafische Gestaltung des Buches wird hierbei zu einem wichtigen Teil der Erzählung.

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