Rastatt ruft zur Solidarität und zur Unterstützung für die Ukraine auf


Der verheerende russische Angriffskrieg in der Ukraine bringt schreckliches Leid für die Menschen. Ukrainerinnen und Ukrainer, vor allem Frauen und Kinder, fliehen aus dem Land und befinden sich auf der Suche nach einem sicheren Ort. Gemeinsam mit dem Landkreis Rastatt nimmt die Stadt Geflüchtete aus der Ukraine auf und unterstützt sie in vielen Bereichen.

Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch hat ein Spendenkonto ins Leben gerufen, um den ukrainischen Zufluchtssuchenden Hilfe vor Ort bieten zu können:

Spendenkonto Sparkasse Rastatt-Gernsbach
IBAN: DE81 6655 0070 00005083 82
BIC: SOLADES1RAS
Stichwort: Spende Ukrainehilfe


Zentrale Koordinierungsstelle im Rossi-Haus

Die Stadt Rastatt hat im Rossi-Haus eine zentrale Koordinierungsstelle eingerichtet, die als erste Anlaufstelle für Geflüchtete aus der Ukraine dienen soll. Städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben Informationen und vermitteln an die richtigen Behörden und Beratungsstellen. 

Auch Bürgerinnen und Bürger, die helfen möchten und sich einbringen wollen, können sich an diese Stelle wenden. Alle Angebote werden zunächst registriert und gesammelt. Je nach Bedarf nimmt die Stadtverwaltung dann Kontakt mit den hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürgern auf. 

Die zentrale Koordinierungsstelle hat Montag, Dienstag, Donnerstag von 10 bis 13 Uhr geöffnet. In diesem Zeitraum sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort auch telefonisch unter 07222 972-9260 erreichbar.

 

Hinweis: Diese Seite befindet sich im Aufbau und wird regelmäßig ergänzt und aktualisiert.


Wichtige Fragen und Antworten für Flüchtlinge aus der Ukraine

  • Dürfen Ukrainerinnen und Ukrainer ohne Visum nach Deutschland einreisen und hier arbeiten?

    Aufenthalt in Deutschland/ Rastatt ohne Visum möglich
    Ukrainische Staatsangehörige dürfen sich für einen Aufenthalt von 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen visumsfrei im Bundesgebiet aufhalten. Die Einreise gilt als erster Tag (Artikel 20 Abs. 1 SDÜ i.V.m § 4 Abs.1 EU-VisumVO).

    Ein bis zwei Wochen vor Ablauf des visumsfreien Aufenthalts sollten Ukrainerinnen und Ukrainer einen Termin mit der Rastatter Ausländerbehörde vereinbaren, vorzugsweise über die Online-Terminvereinbarung oder per E-Mail an auslaenderwesen@rastatt.de. Den dazugehörigen Antrag gibt es hier. Zum Termin müssen die ukrainischen Reisepässe mitgebracht werden.

    Weitere Informationen und gibt es auf der Homepage des Auswärtigen Amtes.

    Dürfen Ukrainerinnen und Ukrainer in Deutschland arbeiten?
    Eine Erwerbstätigkeit muss von der Rastatter Ausländerbehörde erlaubt werden. Die Ausübung einer selbständigen und unselbständigen Erwerbstätigkeit ist in diesem Zeitraum nach derzeitigem Stand nicht gestattet. Gewisse Tätigkeiten sind davon ausgenommen ( § 17 Abs.2 AufenthV i.V.m § 30 Nummer 2 und 3 BeschV). Weitere Informationen gibt es beim Ausländerwesen der Stadt Rastatt: E-Mail auslaenderwesen@rastatt.de

  • Wo gibt es Informationen zur Coronaschutzimpfung in ukrainischer Sprache (UA)?

  • Wo gibt es weitere Informationen - auch in ukrainischer Sprache?

  • Wie und wo kann ich eine Aufenthaltserlaubnis zum vorübergehenden Schutz beantragen?

    Wer eine Aufenthaltserlaubnis nach Paragraf 24 AufenthG beantragen will, muss zunächst seinen Wohnsitz im Bürgerbüro, Herrenstraße 15, melden. Dafür ist noch bis zum 21. März eine vorherige Terminvereinbarung notwendig per E-Mail an: buergerbuero@rastatt.de. Bei der Anmeldung selbst muss ein Reisepass oder der Ausweis mitgebracht werden oder, falls diese nicht vorhanden, andere Ausweispapiere. Es wird empfohlen, auch vorhandene Urkunden wie die Ehe- oder Geburtsurkunde zur Anmeldung mitzubringen. 

    Nach der Anmeldung beim Bürgerbüro geht es für Geflüchtete aus der Ukraine beim Kundenbereich Ausländerwesen weiter.  Zur Beantragung der Aufenthaltserlaubnis muss zuvor ein Termin vereinbart werden - online hier, per E-Mail an auslaenderwesen@rastatt.de, telefonisch unter 07222 972-7420 oder ab dem 21. März beim Infoschalter des Ausländerwesens in der Kaiserstraße 48a. 

    Zu dem vereinbarten Termin müssen alle Identitätsdokumente mitgebracht werden, die vorhanden sind. 
     
    Am Tag des Termins wird ein vorläufiges Aufenthaltsdokument, eine sogenannte Fiktionsbescheinigung, ausgestellt. Mit dieser Fiktionsbescheinigung können Geflüchtete eine Beschäftigung oder auch eine selbstständige Tätigkeit aufnehmen. 

  • Welche Sozialleistungen und medizinische Versorgung erhalten Geflüchtete?

    Mittellose Personen können zur Bestreitung des Lebensunterhalts und zur medizinischen Versorgung einen formlosen Antrag auf Sozialleistungen nach AsylbLG stellen.  

  • Wo finden Flüchtende Unterkunft, wenn sie nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkommen können?

    Für Flüchtende aus der Ukraine übernehmen die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes die Funktion einer Erstanlaufstelle für alle Ankommenden, die nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen. Diese befinden sich in Baden-Württemberg an den Standorten Heidelberg (Ankunftszentrum Patrick-Henry-Village, Grasweg, 69124 Heidelberg), Karlsruhe (Durlacher Allee 100, 76137 Karlsruhe), Sigmaringen (Binger Straße 28, 72488 Sigmaringen), Freiburg (Müllheimer Straße 7, 79115 Freiburg) und Ellwangen (Georg-Elser-Straße 2, 73479 Ellwangen.

    Karlsruhe
    Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA)
    Durlacher Allee 100
    76137 Karlsruhe
    Telefo: 0721 824829333

    Kommen ukrainische Geflüchtete direkt in Rastatt an, werden sie im Landkreis Rastatt in einer Gemeinschaftsunterkunft untergebracht. Eine Meldung ist vor der Ankunft erforderlich, damit die Unterbringungsmöglichkeit organisiert werden kann etweder per E-Mail an ukraine@landkreis-rastatt.de oder telefonisch 07222 381-4329.

  • Können Busse und Bahnen kostenlos genutzt werden?

    Die Deutsche Bahn ermöglicht Geflüchteten mit ukrainischem Pass oder Personalausweis, kostenlos rund 40 internationale Fernzüge zu nutzen, um aus Polen, Österreich und Tschechien nach Deutschland zu fahren. Die Weiterreise innerhalb Deutschlands erleichtert das Ticket „helpukraine“. Dieses erhalten Geflüchtete aus der Ukraine in allen DB-Reisezentren und DB-Agenturen. Das kostenlose Ticket gilt für die Fahrt im Fern- und Nahverkehr zu jedem Zielbahnhof. Weitere Infos: www.bahn.de/helpukraine 

    Geflüchtete aus der Ukraine können auch im Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) und in Rastatt (VERA) bis auf Weiteres kostenlos Busse und Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs nutzen. Als Fahrausweis dienen entweder sogenannte „0-Euro-Tickets“, wie sie beispielsweise bereits von der Deutschen Bahn im Fernverkehr ausgestellt werden, oder ein gültiges ukrainisches Ausweisdokument. Mehr Infos gibt´s hier.
     

  • Können geflüchtete Kinder und Jugendliche die Schule in Baden-Württemberg besuchen?

  • Welche Angebote hat die Stadtbibliothek Rastatt für Geflüchtete aus der Ukraine?


Wichtige Fragen und Antworten für Helfende

  • Wohin können sich Bürgerinnen und Bürger bei der Stadt Rastatt wenden, wenn sie helfen wollen?

    Die Stadtverwaltung Rastatt hat eine zentrale Anlaufstelle für alle Hilfsangebote und Unterstützungsleistungen (Wohnungsangebote, Dolmetscherdienste, Hilfsaktionen) eingerichtetE-Mail ukraine@rastatt.de 

  • Ich möchte Geld spenden - wohin kann ich mich wenden?

    Spendenkonto der Stadt Rastatt für Hilfe vor Ort
    Die Stadt Rastatt hat in Kooperation mit der Sparkasse Rastatt-Gernsbach ein Spendenkonto eingerichtet. Mit den Spenden sollen dringend benötigte Mittel beschafft und soziale Angebote ermöglicht werden, insbesondere zur Unterstützung von geflüchteten ukrainischen Frauen, Kindern und Seniorinnen und Senioren. 

    Spendenkonto:
    Spendenkonto Sparkasse Rastatt-Gernsbach
    IBAN: DE81 6655 0070 00005083 82
    BIC: SOLADES1RAS
    Stichwort: Spende Ukrainehilfe

    Spendenbescheinigungen stellt die Stadt Rastatt ab einem Spendenbeitrag von 300 Euro aus. Bei Bedarf bitte entsprechende Info per Mail an spenden@rastatt.de

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    Eine Auswahl weiterer Hilfsorganisationen, die sich für die Ukraine engagieren

    Aktion Deutschland hilft
    Das Aktionsbündnis Deutschland hilft leistet den vom Krieg in der Ukraine betroffenen Menschen Nothilfe. Das Bündnis hilft Familien, die vor der Gewalt fliehen. In der Ukraine und auf den Stationen ihrer Flucht.
    www.aktion-deutschland-hilft.de 

    Caritas
    Die Caritas hilft den nach eigener Aussage mehr als fünf Millionen direkt Betroffenen des Ukraine-Konflikts. Mobile Teams der Caritas fahren in die Ortschaften in der Nähe der Frontlinie, bringen Heizmaterial, Nahrungsmittel und Geldkarten für Lebensmittel und Kleidung. Auch Sozialarbeiter, Ärzte und Psychologen sind Teil der mobilen Teams.
    www.caritas-international.de   

    Malteser Hilfsdienst
    Hilfe vor Ort bieten auch die Malteser. Sie unterstützen die Menschen in der Ukraine durch Hilfsgütertransporte, psychologische Erste-Hilfe-Trainings und psychologische Einzelsitzungen.
    www.malteser-international.de  

    Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
    Das Deutsche Rote Kreuz weitet seine Hilfe in der Ukraine aus und arbeitet dafür mit dem Ukrainischen Roten Kreuz zusammen. Der Verein leistet umfassende Hilfsmaßnahmen zur Versorgung der Zivilbevölkerung und der Menschen auf der Flucht.
    www.drk.de 

    Ärzte ohne Grenzen
    Ebenfalls in der Ukraine aktiv sind Ärzte ohne Grenzen. Ihre Priorität liegt auf der Versorgung von Verletzten.
    www.aerzte-ohne-grenzen.de  

    Medikamente für Krankenhäuser
    Das Deutsche Medikamentenhilfswerk action medeor ist das größte Medikamentenhilfswerk in Europa. Es versorgt unter anderem Krankenhäuser mit Medikamenten und medizinischen Bedarfsartikeln. 
    www.medeor.de

  • Ich möchte Wohnraum zur Verfügung stellen, wo kann ich mich melden?

    Aktuell gibt es noch freie Kapazitäten in Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises, so dass im Falle eines Massenzustroms die ersten Tage überbrückt werden könnten. Da die bevorstehende Auslastung noch nicht abschätzbar ist, sind der Landkreis Rastatt und die Stadt Rastatt auf Unterstützung angewiesen. Sollten Sie Wohnräume oder andere Räumlichkeiten zur Verfügung stellen können, wenden Sie sich bitte an die entsprechende Stelle:

    Koordination für Großobjekte

    • Für große Objekte wie Gasthäuser, Hotels oder Hallen erfolgt die Koordination über den Landkreis per E-Mail an ukraine@landkreis-rastatt.de

    Koordination für kleine Objekte

    • Die Koordination der kleineren Objekte wie einzelne Wohnungen oder Gästezimmer erfolgt über die Stadt Rastatt per Mail an ukraine@rastatt.de