Rastatt treibt 2022 Klimaschutzprojekte weiter voran

(20. Januar 2022) Viel geplant hat die Stadt auch in diesem Jahr, um den Klimaschutz in Rastatt voranzutreiben. Allein rund 220.000 Euro sind für die verschiedenen Projekte in diesem Jahr im Haushalt eingestellt. Nachdem im vergangenen Jahr mehrere Bürger-Workshops stattfanden, bei denen insgesamt 190 Ideen und Vorschläge gesammelt wurden, wie Rastatt sich klima-fit für die Zukunft machen kann, entschied sich der Rastatter Klimabeirat für 30 Maßnahmen aus den Bereichen Energie, klimafreundliche Mobilität, Bauen und Sanieren, Ernährung und Konsum und klimafreundliche Verwaltung. Der Fokus soll nun auf zehn Klimaschutzmaßnahmen gelegt werden, darunter ein noch stärkerer Ausbau der Photovoltaikanlagen, die Erweiterung des Fernwärmenetzes sowie klimaneutrale Quartiere zu entwickeln. Aktuell werden die Maßnahmen ausgearbeitet. Das gesamte Klimaschutzkonzept soll dem Gemeinderat im März zur Abstimmung vorgelegt werden. 

Erste Ergebnisse des Klimaanpassungskonzepts
Und auch mit dem Klimaanpassungskonzept geht es voran. Neben dem Klimaschutz und den damit verbundenen Maßnahmen zur Verringerung der Emission von Treibhausgasen stellt die Anpassung an den Klimawandel die zweite Säule des städtischen Klimaschutzmanagements dar. Nachdem die Landesregierung mit Verzögerung im vergangenen Jahr entsprechende Fördermittel bewilligt hatte, konnte im Oktober 2021 das Planungsbüro Drees&Sommer beauftragt werden, für die Stadt Rastatt das erste Klimaanpassungskonzept zu erstellen. Das Unternehmen sammelt derzeit noch Daten. Mit ersten Ergebnissen rechnet die Stadt ebenfalls im März. 

Wärmewende wird eingeleitet
Die Stadt ist darüber hinaus auf dem Weg, Wärmeversorgung neu zu denken und sie klimaneutral umzugestalten. Das neue Klimaschutzgesetz der Landesregierung sieht vor, dass Städte ab 30.000 Einwohner eine kommunale Wärmeplanung erstellen müssen. Ziel ist zum einen, den Wärmebedarf der Gebäude in der Stadt in den kommenden Jahren drastisch zu reduzieren, und zum anderen dafür zu sorgen, dass der verbleibende Wärmebedarf auf klimaneutrale Weise gedeckt werden kann. Das Land stellt Rastatt hierfür rund 86.000 Euro Fördermittel zur Verfügung. Die Firma EGSplan GmbH aus Stuttgart wurde bereits mit der Erstellung des Konzeptes beauftragt. Derzeit führt das Unternehmen unter anderem eine Bestandsanalyse des aktuellen Wärmebedarfs und -verbrauchs und der daraus resultierenden Treibhausgas-Emissionen durch. Bis März soll die Datenanalyse abgeschlossen sein. Dann können Maßnahmen zur Energieeinsparung definiert werden.

Photovoltaikanlagen für Rastatts Klimapartnerstadt Saint-Louis 
Ganz aktuell bewilligt wurden zudem Fördermittel für die seit längerem geplanten Klimaprojekte im Senegal. Seit 2014 pflegt Rastatt eine Klimapartnerschaft zu der Stadt Saint-Louis an der Küste des westafrikanischen Landes. Im vergangenen wurden bereits dank zahlreicher Spenden an die Naturfreunde Rastatt und das Rastatter Klimabündnis Kokospalmen am Straßenrand gepflanzt. Damit wird das Klima in der Stadt verbessert und die Luftfeuchtigkeit erhöht. Mit dem nun bewilligten Fördergeld der „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ sollen das Rathaus sowie das Standesamt der Stadt Saint-Louis je eine Photovoltaikanlage erhalten. Zusätzlich soll die Fischverarbeitungsstelle, die vielen Frauen vor Ort einen Arbeitsplatz bietet, durch Solarleuchten ausgestattet werden. Dadurch sollen die Arbeitssicherheit und die Bedingungen des Gelderwerbes verbessert werden. 

Photovoltaikanlagen auch auf städtischen Gebäuden
Auch der Rastatter Gemeinderat sprach sich im vergangenen Jahr dafür aus, dass künftig bei wesentlichen Erweiterungen oder Neubauten, Dachflächen für die Erzeugung regenerativer Energien zu nutzen. Vorzugsweise sollen diese dann mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden. Ziel ist zum einen, eine hohe Stromerzeugung zu gewinnen, und zum anderen möglichst viel CO2 einzusparen. 

Die Stadt plant darüber hinaus, unter anderem sich bei der Bundesinitiative Stromsparcheck anzumelden, erneut bei der Aktion Stadtradeln teilzunehmen, das Schulprojekt Fifty Fifty auf neue Füße zu stellen und ein Konzept zu sogenannte Wanderbäume am Straßenrand zu erarbeiten. 

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