Gedenkveranstaltungen der Stadt und des Vereins Stolpersteine Rastatt anlässlich des Jahrestages des Novemberpogroms 1938

(5. November 2021) Am Dienstag, 9. November, gedenkt die Stadt Rastatt der Reichspogromnacht 1938, bei der in Rastatt die Synagoge zerstört und viele Geschäfte jüdischer Bürger verwüstet worden sind. Zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wird Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch an diesem Tag einen Kranz niederlegen. Um 18 Uhr wird der Verein Stolpersteine Rastatt im Ehrenhof des Residenzschlosses Rastatt unter Teilnahme des Oberbürgermeisters an die Ereignisse vom November 1938 erinnern. Im Mittelpunkt der Gedenkfeier steht die Verlesung der Namen der von Nazis vertriebenen und ermordeten Juden. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, gemeinsam der Opfer zu gedenken.

Die sogenannte „Aktion gegen Juden“ startete in Rastatt am Morgen des 10. Novembers 1938, als jüdische Männer verhaftet und in das Bezirksgefängnis eingeliefert wurden. Jugendliche und Parteimitglieder wurden von der NS-Kreisleitung zusammengerufen, zogen durch die Straßen und verwüsteten Wohnungen und Geschäfte. Am Nachmittag wurde die Synagoge zerstört und am Abend eskortierten SS-Leute die Inhaftierten zum Bahnhof, die unterwegs mit Steinen beworfen, getreten und misshandelt wurden. Aus einem Bericht des amerikanischen Generalkonsulats in Stuttgart vom 15.Novmeber 1938 heißt es: „Von allen Orten in diesem Bereich in Deutschland waren die Juden in Rastatt…offenbar der unbarmherzigsten Behandlung ausgesetzt.“ 

Die Ruinen der Synagoge wurden auf Kosten der jüdischen Gemeinde bereits kurz nach dem Brand abgerissen. Noch heute zeugt das erhaltene Kantorenhaus Leopoldring mit dem dort eingerichteten Dokumentationsraum vom einst blühenden jüdischen Leben in Rastatt.

3G-Regel und Maskenpflicht im Ehrenhof
Die Veranstaltung im Ehrenhof richtet sich nach den Vorgaben der derzeit aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg. Ein 3G-Nachweis vor Ort sowie eine Teilnahmeregistrierung sind erforderlich. Der Mindestabstand ist einzuhalten, ansonsten gilt Maskenpflicht.

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