Aktuelle Mobilitätsprojekte in Rastatt und der Region


Fazit zum Pop-up-Radweg in der Bahnhofstraße

Zwei Monate lang konnten sich Radfahrerinnen und Radfahrer im Sommer entlang der Rastatter Bahnhofstraße auf einer extra breiten Fahrradspur sicher bewegen. Vom 29. Juli bis 26. September 2021 hatte die Stadt Rastatt zwischen Bahnhofsvorplatz und Postplatz beidseitig einen zeitlich befristeten Radweg, einen sogenannten Pop-up-Radweg markiert. „Umparken im Kopf“ lautet der Slogan des Projekts, das Autofahrer/innen dazu animieren sollte, das Fahrzeug stehen zu lassen und stattdessen das Fahrrad zu nehmen. Der erhoffte Effekt: Weniger Verkehrsaufkommen, weniger Lärm- und Umweltbelastung und dafür mehr Aufenthaltsqualität in der Bahnhofstraße. 

Begleitet wurde das Projekt von Aktionen wie dem Parking Day, bei dem Parkflächen in der Bahnhofstraße kreativ umgenutzt wurden, oder dem Radaktionstag auf dem Kulturplatz. Zudem wurde gemessen, wie viele Radfahrerinnen und Radfahrer im Schnitt wöchentlich den Pop-up-Weg nutzten. Auch eine Anwohnerbefragung wurde während des Zeitraums durchgeführt. 

Fazit: Trotz Fahrspurverengung läuft der Verkehr 

Zwar hat der Pop-up-Radweg nicht wie erhofft zu einer nennenswerten Steigerung des Radverkehrs auf der Bahnhofstraße geführt. Doch die Befürchtungen, der Verkehr werde aufgrund der reduzierten Fahrstreifenanzahl stark beeinträchtigt, bestätigten sich ebenfalls nicht. Lediglich zu den Stoßzeiten mussten Verkehrsteilnehmer vor der Kreuzung am Hilberthof mit geringen zeitlichen Verzögerungen rechnen. Auch die Zahl der Rasenden konnte durch den Pop-up-Radweg um 25 Prozent reduziert werden, was sich auch positiv auf das subjektive Lärmempfinden der Anwohner ausgewirkte. Die Stadtverwaltung hält aus diesen Gründen an den Überlegungen fest, mittelfristig die Fahrbahnen zu reduzieren und die Bahnhofstraße in diesem Abschnitt umzugestalten. Die detaillierten Ergebnisse gibt es hier.


Radschnellweg Karlsruhe-Rastatt

Zwischen Karlsruhe und Rastatt wird in den kommenden Jahren ein Radschnellweg errichtet. Die rund 21,5 Kilometer lange Strecke führt von der Karlsruher Südweststadt bis zum Rastatter Bahnhof. Der Radschnellweg soll die Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer/innen erhöhen und ein zügiges Radfahren zwischen den Städten ermöglichen.

Der Radverkehr soll dadurch attraktiver werden, insbesondere für Pendler/innen. Das Regierungspräsidium Karlsruhe ist in Abstimmung mit der Stadt Karlsruhe und der Stadt Rastatt federführend für die Vorplanung bis zur Festlegung des Trassenverlaufs verantwortlich. 

Aktuell arbeiten die Planerinnen und Planer des Regierungspräsidiums auf Grundlage der Machbarkeitsstudie verschiedene Routenführungen aus. Ziel ist  es, im Frühjahr 2022 eine Entscheidung für die Vorzugstrasse zu treffen. Berücksichtig werden dabei unter anderem die Umweltauswirkungen des Vorhabens. 

Mehr Infos gibt´s hier


Regiomove: Vernetzte Mobilität für die Region Mittlerer Oberrhein

Mit dem Projekt regiomove vernetzt der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) zusammen mit seinen Projektpartnern die verschiedenen Mobilitätsangebote am Mittleren Oberrhein. Am 25. Oktober fiel am Bahnhof in Baden-Baden der offizielle Startschuss für den Bau des ersten von insgesamt sieben Ports, die in den kommenden Monaten in der Region errichtet werden.

Auch am Rastatter Bahnhof wird es einen solchen Port geben. Geplant ist die Installation im Frühjahr 2022. An diesen Stationen werden die Mobilitätsangebote, die bereits jetzt schon über die regiomove-App digital verknüpft sind, auch physisch gebündelt, so dass man hier unkompliziert zwischen den verschiedenen Angeboten und deren Anbietern wechseln kann – sei es Carsharing, Leihrädern oder dem ÖPNV.

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Hier geht´s zur Pressemitteilung der Stadt Rastatt

Hier geht´s zur Pressemitteilung des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein