Fruchthalle wird aufwendig saniert: Städtische Galerie bis Mai 2022 geschlossen

(29. Oktober 2021) Wo sonst zeitgenössische Kunst zu sehen ist, sind nun Vorschlaghammer und Brecheisen im Einsatz: In der vergangenen Woche haben in der Fruchthalle die Abbrucharbeiten begonnen. Bis Ende April werden die Räumlichkeiten modernisiert, umgestaltet und mit neuester Brandschutz-Technik ausgestattet. Das Café „Eisbar Fruchthalle“, das im Erdgeschoss des Gebäudes untergebracht ist, beendet in der kommenden Woche seine Saison und stellt über die Wintermonate bis einschließlich Ende Januar den Betrieb ein. Die Städtische Galerie Fruchthalle bleibt während der gesamten Umbaumaßnahme geschlossen. Teile der Kunstbestände sollen vorübergehend im Stadtmuseum präsentiert werden. Darüber hinaus plant Galerie-Leiter Sebastian Schmitt Kunstaktionen im Freien. So wird unter anderem regelmäßig der Schaukasten vor der Galerie mit Kunst neu bestückt. Schon jetzt finden Kunstinteressierte verschiedene Werke, die der „Chaos Comic Club“ aus Karlsruhe während einer Mitmachaktion mit Kindern- und Jugendlichen aus Rastatt angefertigt hat. Gezeigt werden darin ebenfalls satirische und ironische Zeichnungen der Clubmitglieder, auch zu gesellschaftlichen Themen. 

Im Gebäude selbst sind die meisten Kunstwerke bereits verpackt und ins Depot geräumt worden. Die Monumentalcollage „Wege der Weltweisheit: die Hermannsschlacht“ von Anselm Kiefer wird indes in der Galerie bleiben, dabei aber aufwendig umhüllt, um sie so vor Verschmutzungen und Beschädigungen zu schützen. Das Werk bleibt per Reißverschluss begehbar und wird regelmäßig von der städtischen Restauratorin Ute Luber kontrolliert. Die beiden anderen Werke Kiefers „20 Jahre Einsamkeit“ und „Palmsonntag“ werden abgehängt und geschützt verwahrt. 

Alle drei Stockwerke werden während der Umbaumaßnahme saniert. Wände werden frisch gestrichen, Böden in der Galerie neu verlegt, und auch die Galeriebeleuchtung wird auf energiesparsame LED-Technik umgerüstet. Zudem wird die derzeitige Toilette im Café vergrößert. Entstehen wird eine barrierefreie Unisex-Toilette sowie ein Damen- und Herren-WC. Über der Theke der Galerie wird darüber hinaus eine Decke eingezogen, und beim Haupteingang zur Galerie wird mit einer Glaswand eine räumliche Trennung zwischen Café und Galerie erzeugt. Im gesamten Gebäude wird der Brandschutz ertüchtigt und die Brandmeldeanlage erneuert. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme liegen bei rund 1,3 Millionen Euro.

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