Alles andere als verschlafen! Schülerinnen und Schüler diskutieren lebhaft beim Jugendgipfel in der BadnerHalle

(23. Juli 2021) Endlich wieder live vor Ort diskutieren: Dieses Fazit zogen nach dem Jugendgipfel am vergangenen Dienstag in der BadnerHalle alle Mitglieder der Rastatter Jugenddelegation, nachdem die Veranstaltung im vergangenen Jahr coronabedingt nur digital stattfinden konnte. Unter dem Motto „Rastatt, wach auf!“ hatten die 17 Mitglieder gemeinsam mit dem städtischen Jugendbeteiligungsreferenten Florian Seeland über 60 Schülerinnen und Schüler städtischer Schulen eingeladen, um nach dem langen Corona-Lockdown wieder aktiv zu werden und die Stadt aus Sicht der Jugend mitzugestalten. Kritisch und zugleich konstruktiv diskutiert haben die Acht- bis Zehntklässler/innen in kleinen Gruppen über die Themen Schule, Jugendcafé, Jugendtreffplätze, Veranstaltungen und über allgemeine Themen.

Dass die Ideen, die während eines Jugendgipfels gesammelt werden, nicht einfach wieder in der Schublade verschwinden, machte Florian Seeland deutlich. Ein Wunsch, den Jugendliche 2018 beim Jugendgipfel geäußert hatten, ging im vergangen Winter in Erfüllung: Die Stadt installierte an der Murg beim Festplatz eine Calisthenics-Anlage. Viel Lob gab es seitens der Schüler/innen dafür. Da die Anlage sehr gefragt ist, regten einige Jugendliche an, sie noch weiter auszubauen. Generell wünschten sich die Schülerinnen und Schüler mehr Orte zum Treffen, etwa Basketballplätze, Fußballplätze mit Kunstrasen oder aber auch überdachte Grillplätze und windgeschützte Tischtennisplätze. 
 
Viele Ideen, Wünsche und auch Kritik äußerten die Jugendlichen beim Thema Schule. Die Mehrheit sprach sich etwa für Schulkantinen aus, die gesunde, vegetarische und auch vegane Speisen anbieten sollten zu einem fairen Preis. Auf der Agenda standen zudem die digitale Ausstattung an Schulen sowie die Nutzung der bereits vorhandenen modernen Medien. Viele wünschten sich, dass Tabletts als Ersatz zum Schulheft- oder -buch verwendet werden sollten und diese auch zum Ausleihen zur Verfügung stehen. Hier konnte Seeland aufklären, dass es bereits schon jetzt ein gewisses Kontingent an Ipads zum Ausleihen gibt. Angeregt wurde im Themenblock Schule zudem, an allen Schulen Schulsanitäter auszubilden oder auch Erste-Hilfe-Kurse anzubieten. 

Ein Dauerbrenner bei den Jugendlichen ist der Wunsch nach einem Jugendcafé. Oberste Priorität hat dabei für sie, dass es mit WLAN ausgestattet, zentral gelegen ist und Platz für gemeinsame Events bietet. Veranstaltungen für Jugendliche war generell ein Thema beim Jugendgipfel. Freikinos, kooperative Schul-Sport-Veranstaltungen und größere Events wurden genannt. Wichtig dabei zu bedenken sei es, dass Schüler/innen, die in der Regel nicht über eine Kreditkarte verfügen, nicht im Voraus für die Tickets bezahlen können. 

Bei der Themeninsel Allgemeines kam die Sauberkeit und die Sicherheitslage in der Stadt zur Sprache. Hier regten die Jugendlichen an, mehr Mülltonnen in der ganzen Stadt aufzustellen – nicht nur in der Innenstadt –, die Beleuchtung zu verbessern und das Sicherheitsgefühl am Bahnhof durch einen privaten Sicherheitsdienst oder mehr Polizeipräsenz zu erhöhen. Zudem wünschten sie sich, dass die Radwege an der Murg erneuert, Hundeparks errichtet werden und ÖPNV sowie das neue E-Scooter-Angebot günstiger werden sollten. 

Am Ende des Vormittags waren die Mitglieder des Jugendgipfels sehr zufrieden mit den Ergebnissen. „Ich freue mich, dass es so gut geklappt hat und viele neue Ideen zusammenkamen“, sagte etwa Leonie Hertweck. Ihr Kollege Kenan Ünlü sprach zudem von „spannenden Diskussionen“ und wertete die positiven Reaktionen der anderen Schülerinnen und Schüler „als Bestätigung für das, was wir tun“.
Und wie geht es jetzt weiter? Die Ideen werden nun ausgewertet und die Ergebnisse im Ausschuss für Jugend, Soziales und Kultur vorgestellt. Am 23. September stellt sich die Jugenddelegation neu. Mitglied werden können alle Rastatter Jugendliche ab 14 Jahren. Gemeinsam legt die neue Jugenddelegation schließlich fest, welche Themen prioritär angegangen werden. 

Folgen Sie uns auf:


Ansprechpartner für die Presse

Pressestelle Stadt Rastatt

Telefon: 07222 972-1300
oder -1301

E-Mail: pressestelle@rastatt.de