Fairtrade-Stadt Rastatt


Seit Februar 2021 ist Rastatt offiziell Fairtrade-Stadt und damit die 720. bundesweit. „Die Auszeichnung ist mit dem klaren Bekenntnis zum fairen Handel verbunden sowohl global als auch lokal“, so Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch, der sich schon seit vielen Jahren für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen benachteiligter Produzentengruppen stark macht und sich sehr über die Auszeichnung des Kölner Vereins Transfair freut.

Zeichen setzen für fairen Handel und faire Arbeitsbedingungen 
Bereits in seiner Neujahrsansprache 2014 hatte sich Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch angestoßen, dass Rastatt sich um den Titel „Fairtrade-Stadt“ bewirbt. Durch den Ratsbeschluss im April 2015, in dem sich die Stadt verpflichtete, in Zukunft fair gehandelten Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel zu verwenden, wurde das erste von fünf Kriterien auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt umgesetzt. 

Aktionen machen auf Thema aufmerksam
Ein weiteres Kriterium war die Gründung einer Steuerungsgruppe. Dabei sind Vertreter von Gastronomie, Hotellerie und Gewerbe sowie von Kirchen und von Vereinen, die im Bereich Ökologie und Naturschutz wirken. Sie koordinieren die Aktivitäten vor Ort und treffen sich regelmäßig, um Aktionen zu planen. Gemeinsam organisierten sie verschiedene Infoveranstaltungen zum Thema fairer Handel, boten Gewinnspiele auf dem Wochenmarkt an oder richteten das jährlich stattfindende „Faire Frühstück“ in Koooperation mit den Naturfreunden Rastatt auf dem Marktplatz aus. 

Auch Stadtverwaltung setzt auf Fairtrade
Bei der Stadtverwaltung wird seit 2015 fair gehandelter Bio-Kaffee verwendet, den es auch in der Touristinfo zu kaufen gibt. Eine fair produzierte Schokolade erweitert seit Kurzem das Sortiment. Zudem achtet die Stadtverwaltung bei Präsenten und Snacks während der Gemeinderatssitzungen darauf, fair gehandelte Produkte anzubieten. 

Viele Einzelhändler und Gastronomen aus Rastatt sind mit ihm Boot, die laut den Vorgaben des Transfair-Vereins mindestens zwei fair gehandelte Produkte anbieten müssen. Fairtrade-Produkte bieten derzeit an:

  • die Eiscafés Fruchthalle und Gelato Go
  • die Restaurants SchnickSchnack, Poké You, Lehners, Hotel am Schloss sowie das Restaurant im Möbel Ehrmann und der Kehler Hof
  • die Rastatter Einzelhandelsgeschäfte denn´s Biomarkt, dm-Drogeriemarkt, Drogeriemarkt Müller, Tchibo, Edeka, Real, Rewe, Aldi Süd sowie Lidl

Fairtrade künftig immer Blick
„Wir müssen nicht nur in den Globalen Süden blicken, um uns der Bedeutung von fairem Handel bewusst zu machen. Auch bei uns muss es fair zugehen“, betont OB Pütsch. Deshalb sollte jeder Einzelne etwa bei Einkäufen stets hinterfragen, woher die Ware kommt und unter welchen Bedingungen sie produziert und vertrieben wurde. Pütsch hofft außerdem, dass noch weitere Einzelhändler und Institutionen auf den Fairtrade-Zug aufspringen. Die Stadtverwaltung selbst, so das Bestreben des Oberbürgermeisters, soll künftig bei all ihren Vorhaben die Fairtrade-Bedingungen vermehrt in den Fokus nehmen.