Klimaschutzkonzept


Als eine der ersten Städte in Deutschland erarbeitete Rastatt 1994 ein eigenes Klimaschutzkonzept. Das klar formulierte Ziel darin lautete, den CO2-Austoß in der Stadt durch verschiedenste Maßnahmen zu verringern. 2013 wurde das Klimaschutzkonzept evaluiert und erweiterte Handlungsziele formuliert. Die letzte Energie- und CO2-Bilanz für die Stadt Rastatt stammt aus dem Jahr 2016 und bildet die Grundlage für das neue Klimaschutzkonzept und die Maßnahmen. Insgesamt wurden rund 516.000 Tonnen CO2 in 2016 emittiert. Dies entspricht rund 10,3 Tonnen pro Einwohner. In diesem Jahr folgt der Startschuss für eine Neuauflage des Klimaschutzkonzeptes. In einem breiten Bürgerbeteiligungsprozess sollen alle Ideen, Projekte und Maßnahmen zum Thema Klimaschutz in Rastatt zusammengetragen und Handlungsschritte gemeinsam beschlossen werden. (Ergebnisse aus dem Klimaworkshop im Juli 2021)

Das neue Klimaschutzkonzept kann auf den Erfolgen und Maßnahmen aufbauen, die die Stadt Rastatt bereits in den vergangenen Jahren umgesetzt hat. So wurde etwa die Infrastruktur für den Radverkehr ausgebaut, die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt, städtische Gebäude wurden energetisch saniert und werden nun vielfach mit Ökostrom betrieben. Und auch das Nahwärme-Netz der Rastatter Stadtwerke wird kontinuierlich ausgebaut. Jedes Jahr beteiligen sich zudem die Rastatter Schulen an dem bundesweiten Fifty-Fifty-Projekt, bei dem Schulen motiviert werden, durch umweltfreundliches Nutzerverhalten Energie einzusparen. Auch die Beteiligung an der weltweiten Klima- und Umweltschutzaktion Earth Hour gehört seit Jahren zum festen Programm der Stadt. Weitere Klimaschutzmaßnahmen der Stadt.

2014 beschloss der Gemeinderat darüber hinaus, eine Klimapartnerschaft mit Saint-Louis im Senegal zu gründen, zu der sich der Gemeinderat 2019 erneut bekannt hat. Das Ziel ist zum einen, gemeinsam wirksame Maßnahme zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung zu entwickeln. Zum anderen sollen dadurch die Lebensverhältnisse der Bevölkerung vor Ort verbessert werden.

Im Sommer 2020 hat schließlich der Rastatter Klimabeirat seine Arbeit aufgenommen. Die zivilgesellschaftlich geprägte Gruppe wird künftig dem städtischen Arbeitskreis Energie und Klima beratend zur Seite stehen. Gegründet wurde in diesem Jahr darüber hinaus Rastatts erstes Repair-Café.