Nach Unfall durch wildernde Hunde: Forst appelliert an Hundebesitzer, Hunde nicht abseits der Wege laufen zum lassen

(18. Januar 2021) In jüngster Zeit mehren sich Beschwerden und Anzeigen bei der städtischen Forstverwaltung über wildernde Hunde im freien Feld und im Stadtwald. So geschehen vergangene Woche in Rauental. Dort hatte eine Bürgerin ihre beiden freilaufenden Hunde nicht mehr unter Kontrolle, als diese auf ein im freien Feld stehendes Reh trafen. Das Wildtier flüchtete über eine lange Distanz, immer von den beiden Hunden gehetzt, und wurde beim Überqueren einer Straße in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A5 von einem Pkw angefahren. Schwer verletzt versuchte das Tier, sich in den Wald zurückzuziehen. Letztlich wurde es dabei dann von den beiden wildernden Hunden niedergerissen und getötet. Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wäre das Reh direkt über die viel befahrene Autobahn geflüchtet.

Fazit dieses Hundespaziergangs: ein Verkehrsunfall mit Sachschaden, eine tote Rehgeiß mit zwei ungeborenen, ebenfalls getöteten Kitzen im Leib und eine völlig geschockte Hundehalterin, die ursprünglich davon überzeugt war: „meine Hunde wildern nicht“. Eine Meinung, die von den meisten Hundehalterinnen und Hundehaltern geteilt wird, wie Stadtförster Martin Koch erzählt. Ein im häuslichen und näheren Umfeld als „brav“ und folgsam bekannter Hund kann aber bei einer Begegnung mit Wildtieren leicht zum Jäger werden. Denn schon allein der Sichtkontakt zu einem Wildtier oder das Aufspüren von Fährten weckt in vielen Hunden den Urtrieb des Jagens und Beutemachens, weiß der Förster. Er appelliert an die Hundehalter, ihre Hunde bei Spaziergängen im Wald oder Feld nicht abseits der festen Wege laufen zu lassen. Auch sollten Hundehalter stets darauf achten, die Hunde in Rufnähe zu wissen, so dass ein deutliches Kommando „zurück“ sofort von den Tieren befolgt werden kann. 

Der Hundehalterin droht nun eine Anzeige wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Außerdem muss sie den entstandenen Sachschaden am beteiligten PKW und am getöteten Reh erstatten.
 

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