Projekt „Mein Herz schlägt für Rheinau-Nord“ startet in finale Phase/Bürger können sich weiterhin aktiv beteiligen

(15. Januar 2021) „Wo drückt der Schuh?“ Mit dieser Frage hatten sich die Beteiligten des Projekts „Mein Herz schlägt für die Rheinau-Nord“ im Rahmen des Landesprogramms „Nachbarschaftsgespräche“ im vergangenen Jahr an die Bewohnerinnen und Bewohner von Rheinau-Nord gewandt. Viele Ideen zur weiteren Gestaltung des Stadtteils kamen bei den rund 200 Gesprächen mit den Anwohnern zusammen. Und auch nach Abschluss der Umfragen äußerten Anwohner immer wieder ihre Wünsche und gaben Verbesserungsvorschläge ab. Auch kritische Töne etwa wie zuletzt bei Leserbriefen in der Tageszeitung blieben nicht aus, was die Projektverantwortlichen jedoch ausdrücklich begrüßen. „Unser Projekt richtet sich an alle Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils. Und je offener wir miteinander kommunizieren, desto besser schaffen wir es, den Stadtteil gemeinsam positiv zu gestalten“, betont Susanne Detscher, die neue Kundenbereichsleiterin, die das als die Kernaufgabe einer Gemeinwesenarbeit sieht. Nun startet das Projekt in seine finale Phase. Am Freitag, 19. März, sollen bei einer Abschlussveranstaltung die Ergebnisse der Nachbarschaftsgespräche vorgestellt und gemeinsam mit Bürgern diskutiert werden. Ort und Format der Veranstaltung wird der Corona-Lage angepasst. 

Die Projektsteuerungsgruppe rund um Karin Hub von der Gemeinwesenarbeit der Stadt Rastatt, Roland Walter von der Bürgervereinigung Rastatt-Rheinau und Andreas Funk vom SKM-Katholischer Verein für soziale Dienste im Landkreis Rastatt bedauert, aufgrund der Pandemie keine große Veranstaltung anbieten zu können. Trotzdem freuen sich die Beteiligten, die Ergebnisse aus den bereits geführten Gesprächen und eingegangenen Rückmeldungen den Bewohnerinnen und Bewohner zu präsentieren und vor allem mit ihnen zu diskutieren. 

Insgesamt führten die Projektbeteiligten mit rund 200 Anwohnerinnen und Anwohnern erste Gespräche. Zusätzlich sind über eine Herzkarten-Aktion, bei der Wünsche und Anregungen auf eine Postkarte geschrieben werden konnten, bisher rund 130 Rückmeldungen eingegangen. Eine erste Zwischenbilanz ergab, dass die meisten Rheinauer sich wohlfühlen in ihrem Stadtteil. Der soziale Zusammenhalt und die Familienfreundlichkeit wurden bei den Umfragen weitgehend positiv bewertet. Das Angebot an Kitas und Schulen wird geschätzt, und auch das Engagement der Gemeinwesenarbeit kommt gut an. Kritisch äußerten sich einige Anwohner zu den Themen Sauberkeit, nicht weggeräumten Hundekot und zur Parksituation. Verbesserungsbedarf sehen sie auch bei der Ausstattung von Spielplätzen. Bedauert wurde zudem, dass die Jugendangebote, die mittlerweile in die städtische Kinder- und Jugendförderung integriert wurden, aufgrund der Elternzeit einer Mitarbeiterin sowie der coronabedingten Einschränkungen länger pausieren mussten.

„Die bisher geführten Gespräche und Rückmeldungen stellen allerdings kein repräsentatives Ergebnis dar“, sagt Sozialpädagogin Karin Hub von der Gemeinwesenarbeit Rheinau-Nord. Vielmehr seien die Gespräche geführt worden, um herauszuhören, welche Ideen, Anregungen und Wünsche aber auch Sorgen die Menschen in Rheinau-Nord derzeit beschäftigen. Die Projektpartner möchten die Menschen in Rheinau-Nord motivieren – insbesondere jene, die sich zuletzt kritisch geäußert hatten – sich am weiteren Prozess und insbesondere an dem für den 19. März geplanten Bürgerdialog mit Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch und Vertretern der Stadtverwaltung zu beteiligen. So soll es gelingen, gemeinsam das Stadtviertel weiterzuentwickeln und das Zusammenleben zu stärken.

Weitere Anregungen für das Stadtviertel Rheinau Nord und Information zu den Nachbarschaftsgesprächen gibt es bei Karin Hub unter 07222/972-9160 oder karin.hub@rastatt.de sowie hier auf der Website der Stadt Rastatt. 

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