Gartenabfälle verbrennen ist grundsätzlich verboten

(24. November 2020) Besonders jetzt im Herbst sieht man immer wieder dunkle Rauschwaden von Gartengrundstücken außerhalb von Wohngebieten aufsteigen. Einige Grundstückbesitzer ersparen sich offenbar den Weg zu den Reisigplätzen in Rastatt und verbrennen ihren Grünschnitt stattdessen. Das sorgt nicht nur für Ärger bei den Mitbürgern, sondern ist darüber hinaus auch verboten. Wer beim Verbrennen von Gartenabfällen erwischt wird, dem droht ein ordentliches Bußgeld der Naturschutzbehörde. Darauf macht die städtische Feldschützerin Tara Kelleher aufmerksam. 

Immer wieder entdeckt sie bei ihren Touren durch Rastatt und die Ortsteile Feuerstellen, an denen offensichtlich zuvor Gartenabfälle verbrannt wurden. Auch zahlreiche Bürger hätten sie in jüngster Zeit angesprochen und gefragt, ob das Verbrennen von Grünschnitt erlaubt sei, berichtet Kelleher. Die Antwort lautet erst einmal: „Nein“. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) besagt, dass pflanzliche Abfälle grundsätzlich in den Abfallentsorgungsanlagen zu entsorgen sind, wo sie nachhaltig verwertet werden. 

Denn Gartenabfälle enthalten wertvolle Nährstoffe, die zu schaden sind, um als Rauch wirkungslos zu verpuffen. Darüber hinaus können Rauchschwaden gesundheitsgefährdend sein und belasten die Umwelt. So wird beim Verbrennen von Laub, Zweigen und Ästen wird Kohlendioxid und Feinstaub freigesetzt. Zudem besteht die Gefahr, dass umherfliegende Funken einen Brand verursachen können. 

Eine verwertungslose Verbrennung ist als letzte Option und nur in Ausnahmefällen möglich, macht die Feldschützerin deutlich. Etwa wenn Baum- und Gehölzschnitt von einer Pflanzenkrankheit befallen sind, wenn das Gelände äußerst steil und schwer zugänglich ist oder eine Unzumutbarkeit aus anderen Gründen gegeben ist. Ob diese Ausnahmen zutreffen, darüber entscheidet das Umweltamt beim Landratsamt Rastatt.

Kelleher rät deshalb Gartenbesitzern, Grünschnitt durch Häckseln und Mulchen oder Kompostieren auf dem eigenen Grundstück zu verwerten. Oder, wenn das nicht möglich ist, die Gartenabfälle zum Reisigplatz am Klärwerk zu bringen oder zu den Reisigplätzen in Rauental, Ottersdorf, Plittersdorf, Niederbühl und Wintersdorf. 

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