Rheinpromenade Plittersdorf wird neu gestaltet


Die Rheinpromenade im Rastatter Ortsteil Plittersdorf erhält ein neues Aussehen. Sie wird von 2021 bis 2023 im Rahmen eines grenzüberschreitenden, deutsch-französischen Projekts umfangreich neu gestaltet.

Die Umgestaltung des rechtsrheinischen Ufers auf deutscher Seite ist nur eine von vielen Maßnahmen, die die Kommunen Rastatt (D) und Seltz (F) gemeinsam auf beiden Seiten des Rheins umsetzen wollen. Sie zielen darauf ab, der zunehmenden touristischen Nutzung des Naturschutzgebiets Herr zu werden, Besucher für das besondere Ökosystem zu sensibilisieren und Renaturierungsmaßnahmen voranzutreiben. Das Maßnahmenpaket wird von der EU mit rund 1,73 Millionen Euro gefördert (Rastatt und Seltz).

Touristisch stark frequentiert: Fähre, Schiffsanleger, Spielschiff und mehr

Dank der Förderung kann nun die Rheinpromenade in Plittersdorf­ – Rastatts Entree von Frankreich kommend – umfangreich aufgewertet werden. Hier befindet sich nicht nur ein Endpunkt der Gierseilfähre Saletio, die die beiden Rheinufer miteinander verbindet, sondern auch Picknickplätze und – passend zum Thema Wasser – ein Spielplatz mit einem hölzernen Spielschiff für Kinder. 

Infrarstruktur wird ausgebaut: Ebenfalls Teil der Promenade ist eine Schiffsanlegestelle für große Flusskreuzfahrtschiffe. Nachdem man diese bereits 2017 einweihen konnte, möchte man im Rastatter Rathaus die Gelegenheit wahrnehmen und zusätzlich zur EU-Förderung die entsprechenden Infrarstrukturmaßnahmen in Angriff nehmen.Tagesgäste, die mit dem Schiff ankommen, sollen künftig bequem per Bus die Barockstadt besuchen können. 

Hintergrund des Projekts ist die zunehmende touristische Nutzung der Gebiete am linken und rechten Rheinufer. Da es sich hier jedoch um Naturschutzgebiete handelt, besteht die Herausforderungen des Projekts darin, touristische Aktivitäten und die Erhaltung der Schutzgebiete in Einklang zu bringen. Die Rheinufer sollen als Ausflugsziel für die lokale Bevölkerung und Touristen erlebbar bleiben, die Natur aber nicht zusätzlich belastet werden. Mehr Infos

Die Maßnahmen gliedern sich in drei Bereiche:

  • Besuchermanagement:

    • Bei der Fähranlegestelle soll eine Aufenthaltswiese entstehen, ebenso vorgesehen sind eine Aussichts-Plattform mit Blick auf den Rhein, neue Sanitäranlagen und wegbegleitende Sitzgelegenheiten mit Picknickbereichen. Die Promenade wird saniert, weshalb die Parkplätze verlegt werden müssen, außerdem wird der Bus- und Radverkehr neu geordnet.
  • Sensibilisierung der Besucher für das Ökosystem Rheinaue:

    • Geplant ist ein neun Kilometer langer, grenzüberschreitender Lehrpfad, der Spielplatz soll mit naturnahen Elementen erweitert werden, gebaut wird außerdem eine Sitzstufenanlage am nördlichen Ende der Promenade.
  • Renaturierung und Erhalt von Schutzgebieten:

    • Die Fährstraße 77 soll renaturiert und das Areal mit heimischen und standortgerechten Gehölzen wie Pappel und Weide aufgeforstet werden. Geplant ist außerdem der Bau von Brutflößen für die gefährdete Flussseeschwalbe sowie die Renaturierung von Magerwiesen mit Schilfzone, Blühsteifen und Gehölzen. Der zunehmenden Verlandung der wertvollen Aue-Bereiche will man entgegenwirken mit einem neuen Durchlass unter der Fährstraße für das Gewässer Häfele und einer Vertiefung von drei Schluten.

Das Projekt: Der Gemeinderat der Stadt Rastatt hatte am 17. Dezember 2018 zugestimmt, einen Förderantrag zur Neugestaltung der Rheinpromenade zu stellen. Im Juli 2020 erhielt die Stadt Rastatt die Förderzusage. Die Kosten auf deutscher Seite für die Neugestaltung der Rheinpromenade belaufen sich auf zirka 2,8 Millionen Euro. Dank der Förderung der Europäischen Union durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms Interreg Oberrhein beträgt der Eigenanteil der Stadt Rastatt 1,4 Millionen Euro. Weitere 1,5 Millionen Euro nimmt die Barockstadt für die Verlegung des Parkplatzes an der Plittersdorfer Fähre in die Hand. Die Maßnahmen im Einzelnen

Kontakt:

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Anne-Sophie Fulda
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