Wunsch nach nachhaltigem Schulessen: Jugenddelegation testet Mittagsmenü in der Gustav-Heinemann-Schule

(21. Oktober 2020) Gesund, regional ohne lange Lieferwege und am besten noch nachhaltig, so sollte das Essen sein, das in Schulmensen angeboten wird. Das zumindest hatten einige Schülerinnen und Schüler beim diesjährigen Jugendgipfel im Juli gefordert. Stefan Vogt, Fachbereichsleiter Schulen, Kultur und Sport, hatte das Thema daraufhin auf seine Agenda genommen und sich mit den Jugendlichen bereits im Sommer ausgetauscht. Ergebnis: Die Mitglieder der Jugenddelegation sollten sich selbst ein Bild vom städtischen Schulessen machen, das schon jetzt viele der geforderten Kriterien erfüllt. Bei einem Probeessen kürzlich in der Gustav-Heineman-Schule fungierten drei der Mitglieder als Testesser.

Der Einladung der Stadt gefolgt waren eine Schülerin der August-Renner-Realschule, ein Schüler des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums und ein Schüler des Tulla-Gymnasiums. Zur Auswahl standen ein vegetarisches Menü und ein Gericht mit Fisch. Während des Essens erläuterte Vogt den Jugendlichen, welche rechtlichen Vorgaben die Stadt bei der Vergabe der Schulverpflegung beachten muss, etwa dass sie EU-weit ausgeschrieben werden muss, und welche Nachhaltigkeitsaspekte dabei bereits berücksichtigt werden. Denn schon jetzt muss der Caterer der beiden städtischen Gemeinschaftsschulen beachten, dass der Bio-Anteil seiner Waren mindestens 20 Prozent beträgt und dass die Speisen den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung entsprechen. Zusätzlich sollten regelmäßig saisonale und typisch regionale Produkte auf dem Speiseplan zu finden sein. 

Bei der nächsten Ausschreibung für die Vergabe ab dem Schuljahr 2022/2023 soll der ökologische Gedanke noch stärker berücksichtigt werden, sicherte Vogt den Jugendlichen zu. Und auch bei diesem Prozess soll erneut, wie auch schon bei der vergangenen Ausschreibung der Schulverpflegung 2018, die Jugenddelegation beteiligt werden. 

Bei aller Fokussierung auf die Nachhaltigkeit der Lebensmittel darf der Geschmack aber nicht zu kurz kommen. Und so konnte Vogt das Ergebnis des Testessen als Erfolg verbuchen. „Besser als an anderen Schülermensen, an denen ich im Rahmen von Schüleraustauschaufenthalten war“, lautete etwa ein Fazit der Jugendlichen, oder einfach nur „gut“ war zu hören. Auch die Abwechslung auf dem Speiseplan lobten die Schüler. Der Fachbereichsleiter lud sie zum Abschluss des Probeessens auch dazu ein, die Gemeinderatssitzung am 22. Oktober zu verfolgen, in der das Thema Mittagessen an den Kindergärten und Schulen auf Antrag der Fraktionen der Grünen und der SPD behandelt wird. 

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