Mobipakt und Mobikonzept: Online-Beteiligungsportal geht an den Start

(14. Oktober 2020) Gemeinsam zu mehr Nachhaltigkeit: Um die Mobilität in der Region zu verbessern, hat die Stadt Rastatt zusammen mit dem Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, dem Landkreis Rastatt sowie Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verkehrsbetrieben am 22. Januar 2020 den dritten Mobilitätspakt des Landes unterzeichnet. Denn allein rund 11.000 Berufstätige in der Region pendeln täglich zur Arbeit nach Rastatt. Ein Großteil von ihnen nutzt dabei das eigene Auto. Hinzu kommt eine stetig steigende Anzahl an Lastwagen auf den Straßen. Stau, stockender Verkehr und zugeparkte Straßen sind die Folgen. 

Nun sind die Bürgerinnen und Bürger gefragt, Ideen zur Verbesserung der Verkehrssituation einzubringen: Ab sofort sind sie aufgerufen, sich online unter www.mobipakt-rastatt.de beim Mobilitätspakt Rastatt aktiv zu beteiligen. Erste geplante Maßnahmen des Mobilitätspaktes können auf dem neu geschaffenen Beteiligungsportal eingesehen und bis zum 30. November kommentiert werden. Zusätzlich können in einer interaktiven Karte eigene Ideen zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Region und auch in Rastatt selbst eintragen werden. Denn zeitgleich zur Bürgerbeteiligung zum Mobilitätspakt fällt auch der Startschuss für das Integrierte Mobilitätskonzept der Stadt Rastatt, das den Fokus auf die kommunale Verkehrssituation legt. Mit ihren Anregungen auf der Onlineplattform können Bürgerinnen und Bürger dazu beitragen, die Mobilität in der Wirtschaftsregion und in der Stadt Rastatt vernetzter und klimaneutraler zu gestalten. 

Umfrage ergänzt Beteiligungskarte
 
Dabei geht es sowohl um den Bahn- und Straßenverkehr als auch um den Rad- und Fußgängerverkehr. Neben dem Kartenausschnitt, der die Wirtschaftsregion Rastatt abbildet und vom Murgtal über Baden-Baden, den Baden-Airpark bis in das Elsass reicht, findet man auf der Online-Plattform auch allgemeine Informationen über den Mobilitätspakt sowie eine begleitende Online-Umfrage. Diese richtet sich insbesondere an Pendler und soll Hinweise zu deren Mobilitätsverhalten geben. Wie die Beteiligungskarte ist auch die Umfrage bis zum 30. November freigeschaltet. Danach werden die Daten beider Beteiligungstools ausgewertet. Das Gesamtergebnis soll im März kommenden Jahres auf der Homepage veröffentlicht werden. Mithilfe eines Ampelsystems können Bürger und Bürgerinnen während der fünfjährigen Laufzeit des Mobilitätspakts stets nachverfolgen, in welcher Phase der Umsetzung sich die beschlossenen Maßnahmen befinden.

Landesverkehrsminister Winfried Hermann (MdL) sieht in der Beteiligung der Bevölkerung eine große Chance, die Mobilität im Raum Rastatt vernetzt und modern zu gestalten: „Nur, wenn nachhaltige und klimaneutrale Mobilität Akzeptanz erfährt, wird sie auch gelebt. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass die Belange und Meinungen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort in die Entscheidungen der beteiligten Partner des Mobilitätspaktes Rastatt mit einfließen. Schon kurzfristige Sofortmaßnahmen helfen, dass wir die Verkehrswende Schritt für Schritt auf den Weg bringen.“

Auch Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch freut sich auf die anstehende Öffentlichkeitsbeteiligung: „Die vorgesehene Beteiligung der Öffentlichkeit am Maßnahmenpaket ist ein wichtiger Baustein zur erfolgreichen Umsetzung des Mobilitätspakts Rastatt. Ich bin mir sicher, dass wir mit der Umsetzung der zahlreichen Einzelmaßnahmen des Mobilitätspakts wesentlich zur Verbesserung der Verkehrssituation im Wirtschaftsraum Rastatt beitragen, die Lebensqualität in Rastatt dauerhaft erhöhen und die Region fit für die Zukunft machen können.“

Die Lebensqualität speziell in Rastatt dauerhaft zu erhöhen, ist auch das erklärte Ziel des Integrierten Mobilitätskonzeptes, das der Gemeinderat im Juli 2020 beschlossen hat und das den Mobilitätspakt ergänzt. Begleitet und umgesetzt wird das Mobilitätskonzept vom Karlsruher Verkehrs- und Transportplanungsbüro PTV. In den Fokus gerückt werden sollen Projekte, wie etwa der Ausbau der Franz-Brücke oder aber auch die bessere Vernetzung der Radwege von den Ortsteilen in die Innenstadt. Auch hier lautet das Motto: weniger Individualverkehr, mehr umweltfreundliche Mobilität. 
Die starke Beteiligung der Bürger steht bei beiden Projekten im Vordergrund. Vorschläge, wie der innerstädtische Verkehr verbessert werden kann, können deshalb auch gleichermaßen in die Beteiligungskarte auf der Homepage des Mobipakts unter www.mobipakt-rastatt.de eingetragen werden. 

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