Baustellenbegehung Neubau Technische Betriebe: Zweiteiliger Gebäudekomplex im März 2021 betriebsbereit

(30. September 2020) Rastatts derzeit größtes Bauprojekt, der Neubau der Technischen Betriebe in der Plittersdorfer Straße, entwickelt sich prächtig. Davon konnten sich am Freitag, 25. September, Vertreter des Gemeinderates, der Stadtverwaltung und der Presse bei einem Besichtigungstermin überzeugen. Wenn alles weiter nach Plan läuft, ist der zweigliedrige Gebäudekomplex im März 2021 betriebsbereit, erläuterte der zuständige Architekt Klaus Krug vom Architekturbüro „DU plus“. Mit etwas zeitlichem Verzug folge dann im Sommer 2021 die Fertigstellung der Außenanlagen. 
Gerne hätte er ein richtiges Richtfest gefeiert, bekannte Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch. Die Corona-Pandemie lasse jedoch nur einen Rundgang mit wenigen Teilnehmern zu. Der OB bedankte sich bei den anwesenden Fraktionsvorsitzenden für die „gute Entscheidung“, den Weg frei gemacht zu haben für das wichtige Projekt. Sein Dankeschön ging auch an die Planer und Architekten sowie an die beteiligten Fachbereiche für die tatkräftige Unterstützung. In Richtung Bürgerschaft versprach er, das Gebäude möglichst im kommenden Jahr bei einem Tag der offenen Tür zu zeigen. 

Insgesamt liegt das Projekt gut im Zeit- und Kostenplan und hatte bisher auch kaum mit coronabedingten Einschränkungen zu kämpfen, so Architekt Krug. Seit Juli ist der Rohbau fertig und präsentiert sich als modernes Gebäude mit vielen Holzelementen und einer ökologisch ausgerichteten Bauweise. Derzeit werden das Dach, die Fassade und vor allem der Innenausbau mit der Haustechnik, Schlosserarbeiten, Trockenbau, Putzarbeiten und Estrich komplettiert. Insgesamt belaufen sich die Kosten fürs Bauprojekt auf 14,2 Millionen Euro. Dabei sei die Haustechnik ein wesentlicher Kostenfaktor, erläuterte die städtische Hochbau-Chefin Jasmin Weinert. 

Der erste Teil des Gebäudekomplexes beherbergt die Sozial- und Verwaltungsräume. Er ist direkt verbunden mit dem zweigeschossigen 1.300 Quadratmeter großen Werkstatt- und Lagergebäude, in dem Maler-, Schreiner- und Elektriker-Werkstätten zu finden sind und außerdem große Lagerkapazitäten. 

Beim Rundgang zeigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beeindruckt von der Größe der Räumlichkeiten, der Helligkeit durch die vielen Fensterflächen und der warmen Atmosphäre durch großflächig verwendete Holzelemente. Das Holz stammt gänzlich aus heimischen Wäldern, wie zu erfahren war. 

Hintergrund
Der Gemeinderat hatte 2015 den Neubau der Technischen Betriebe beschlossen, weil die Gebäude in einem schlechten Zustand und verträgliche Arbeitsbedingungen hinsichtlich Arbeitsschutz, Gesundheit und Hygiene nicht mehr gegeben waren. Im Vorfeld hatte die Unfallkasse Baden-Württemberg mehrfach die baulichen Mängel kritisiert und darauf gedrängt, zügig Neubaumaßnahmen umzusetzen. Bereits 2010 war die problematische Situation Thema bei einer Klausurtagung mit dem Gemeinderat. In einer Machbarkeitsstudie, deren Ergebnis Ende 2012 vorlag, wurde nicht nur die Beseitigung der baulichen Mängel durch Neubauten unter die Lupe genommen, sondern insgesamt die Neustrukturierung der Technischen Betriebe. Ziel war, die bisher auf verschiedene Standorte verteilten Arbeitsbereiche der Technischen Betriebe möglichst an einem Standort zu konzentrieren und dadurch Arbeitsabläufe zu optimieren. Verzögert wurde das Projekt nochmals, nachdem sich die Stadt 2017 vom damals beauftragten Architekturbüro trennte. Im gleichen Jahr wurde das Architekturbüro „DU plus“ mit ins Boot geholt, das seitdem das Großprojekt betreut. 

Beim Rundgang durch den Neubau der Technischen Betriebe zeigten sich die Teilnehmer beeindruckt von der Größe der Räumlichkeiten und der planerischen Umsetzung.
Fotos: Stadt Rastatt

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