Feierabend im Museum: Ein Blick hinter die Kulissen der städtischen Kultureinrichtungen

(21. September 2020) Einen langen Museumsabend bieten die städtischen Museen in Rastatt, das Stadtmuseum, die Historische Bibliothek und Städtische Galerie Fruchthalle am Freitag, 2. Oktober, von 16 bis 20 Uhr an. Die Besucherinnen und Besucher bekommen die seltene Gelegenheit, einmal einen Blick hinter die Kulissen der Kultureinrichtungen zu werfen. So präsentieren vier Restauratorinnen ihre zum Teil sehr mühevolle und präzise Arbeit, bei der sie alte und durch den Gebrauch oft sehr mitgenommene Museumstücke für Ausstellungen wieder aufbereiten. Der Eintritt in alle Häuser ist frei, eine Anmeldung nicht nötig.

Im Stadtmuseum können die Besucher Lucie Selb aus Karlsruhe bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Die Keramikrestauratorin wird unter dem Motto „Auf den Leim gegangen?“ verschiedene historische und moderne Sicherungsmaterialien für Keramik vorstellen und ein Einblick in die Abnahme gealterter historischer Klebematerialien geben. 

“Alles im Rahmen – Halt und Zierde zugleich! Der Rahmen eines Bildes ist nicht selten Teil des Kunstwerkes“ lautet der Titel, unter dem die Gemälderestauratorin Karin Welz-Spriestersbach verschiedene Techniken der Restaurierung zeigt, wie reinigen und ausbessern von Vergoldungen, nachbilden von Stuckornamenten oder auch Neuvergoldungen. Die Möbelrestauratorin Kerstin Nonnenberg aus Freiburg führt durch die Dauerausstellung und erläutert an den verschiedenen historischen Möbeln, wie auch Laien Schäden erkennen und sie beheben können. 

In der Historischen Bibliothek erklärt und demonstriert die Buchrestauratorin Ute Luber unter dem Motto „Tesa ist tabu“ in der Werkstatt der Historischen Bibliothek wie Risse und Fehlstellen geschlossen oder ergänzt werden können. Unter dem Thema „Entspannt liegen – Aufrecht stehen“ führt sie zudem vor, wie das Buch auf seinen Ständer in der Ausstellung kommt. 

Eine praktische Übung hat Stadtarchivar Oliver Fieg vorbereitet. Anhand ausgewählter Originale des Stadtarchivs können Schriften der Neuzeit in einem an die Bibliothek angrenzenden Klassenraum des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums entziffert und gelesen werden. Es besteht die Möglichkeit, sich mit historischen Schreibgeräten selber am Verfassen von Schriftstücken zu üben. 

Bibliothekarin Heike Endermann bietet einen kleinen Durchgang durch die Schriftgeschichte des Mittelalters an. An Originalobjekten aus dem historischen Bibliotheksbestand werden Kennzeichen, die eine Datierung ermöglichen, erklärt. Dazu wird gezeigt, wie sich Handschriften und ganz frühe Drucke gleichen. 

Im Stadtmuseum und in der Städtischen Galerie Fruchthalle können die Besucherinnen und Besucher indes einen Blick ins Depot werfen. Unter dem Motto „Schublade auf! Kurzführungen durch das Grafikdepot“ erklärt Museumsleiterin Iris Baumgärtner verschiedene Grafiktechniken und wie ein Grafikdepot organisiert ist.

In der Städtischen Galerie Fruchthalle bietet Galerieleiter Peter Hank ebenfalls eine Führung durch das Depot an. Denn: Nicht nur Züge fahren im Bahnhof, sondern auch im Depot der Galerie. Darin sitzen keine Reisenden, sondern hängen die Gemälde der Sammlung.

Wartezeiten können in den Museen jeweils mit einem Gang durch die laufende Ausstellung „Malzeit“ in der Galerie Fruchthalle sowie im Stadtmuseum mit „Marianne Gaiser – ein musisches Zeitfenster“ verkürzt werden. In allen Einrichtungen liegt ein gedrucktes Programm mit Zeitplan aus, welche Veranstaltung wann und wo stattfindet. Das Programm ist jeweils von der Teilnehmerzahl so gestaltet, dass die Hygieneverordnungen eingehalten werden können.

Weitere Informationen gibt es bei Anja Renschler beim Stadtmuseum telefonisch unter 07222 972-840.

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