Stadtverwaltung stellt Gemeinderat bei Klausurtagung mögliche Standorte für Klinikum Mittelbaden vor

(21. September 2020) Wo könnte gegebenenfalls ein neues Klinikum Mittelbaden (KMB) in Rastatt errichtet werden? Darüber diskutierte der Gemeinderat am Samstag, 19. September, erstmals bei einer nicht öffentlichen Klausursitzung in der BadnerHalle. Acht mögliche Flächen stellte die Verwaltung den Ratsmitgliedern nach einer Standort-Untersuchung des Planungsbüro Astoc vor. Grundsätzlich geeignet, so das Ergebnis der Analyse, seien das Merzeau-Gelände und die Sportplätze des RSC/DJK. Ausgangspunkt der Diskussion waren die Ergebnisse des Strukturgutachtens des Klinikums Mittelbaden, das im Juli vorgestellt wurde. Dem Gutachten zufolge besteht an allen drei Akutkliniken in Mittelbaden – Baden-Baden, Bühl und Rastatt – ein erheblicher Sanierungsbedarf. 

Das Gutachten kommt weiter zu dem Ergebnis, dass ein zentrales Klinikum für den Stadtkreis Baden-Baden und den Landkreis Rastatt bei gleichzeitiger Schließung der restlichen Klinikstandorte die wirtschaftlichste Lösung sei. Aber auch bei einer Zwei-Standort-Lösung mit Kliniken in Rastatt und Baden-Baden geht das Gutachten von jeweiligen Neubauten an diesen Standorten aus. Schon im kommenden Jahr will das KMB über die Zukunft des Klinikums und der derzeitigen Klinikstandorte entscheiden. 

Um eine Krankenhausversorgung in Rastatt nachhaltig zu gewährleisten, will auch die Stadt Rastatt mögliche Standorte anbieten. Das gilt sowohl für die Ein-Standort-Lösung als auch für die Variante mit zwei Standorten. Die Entscheidung darüber treffe für die Gesellschafter des Klinikums Mittelbaden zwar der Stadtkreis Baden-Baden und der Landkreis Rastatt, so Bürgermeister Arne Pfirrmann. Die Stadt Rastatt wolle aber auf jeden Fall mit mindestens einem geeigneten Standort in den „Standortwettbewerb“ gehen. Kurz nach der Veröffentlichung des Strukturgutachtens hatte sie deshalb das Planungsbüro Astoc beauftragt, die gesamte Stadt nach potenziellen Flächen zu untersuchen.

Die Stadtverwaltung machte indes deutlich, dass bei allen infrage kommenden Flächen Betroffenheiten der derzeitigen Nutzer nicht vermeidbar wären. Bürgermeister Pfirrmann betonte, dass man daher umgehend das Gespräch mit potenziell betroffenen Nutzern führen und gleichzeitig für sie „eine gute, alternative Lösung“ finden wolle. 

Als Ergebnis der Klausurtagung haben sich die Teilnehmer darauf verständigt, der Verwaltung in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen den Auftrag zu erteilen, die beiden favorisierten Standorte weiter zu untersuchen und offene Fragen zu klären. 

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