Funknetzwerk mit hoher Reichweite: Rastatt geht mit LoRaWAN nächsten Schritt zur Smart City

(4. September 2020) Ein Pflanzkübel, der meldet, wenn er Wasser braucht oder Mülleimer, die ein Signal senden, wenn sie geleert werden müssen. Das alles könnte in Rastatt mittelfristig Realität werden. Denn auf dem Dach des Rastatter Rathauses in der Herrenstraße wurde die erste Antenne zur Übertragung solcher Sensordaten in Betrieb genommen. Dabei kommt LoRaWAN zum Einsatz, eine strahlungsarme und moderne Funktechnik für Sensoren. Der Begriff LoRaWAN selbst steht für „Long Range Wide Area Network" und bezeichnet ein Netzwerk, das bei geringstem Energieverbrauch Daten über eine hohe Reichweite übertragen kann. 

Gleichzeitig erfolgt die Übertragung der Daten verschlüsselt und damit sicher. Die Stadt Rastatt betreibt die rund 1.000 Euro teure Antenne als offenes Gateway, sie steht also allen zur Verfügung, die eigene Anwendungen für Sensoren betreiben möchten. Die kostenfreie Registrierung eigener Sensoren bei TheThingsNetwork.org ist in wenigen Minuten erledigt.

Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch freut sich, diesen weiteren Schritt hin zu einer Smart City zu gehen. Durch LoRaWAN würden sich neue digitale Möglichkeiten ergeben, die die Stadt auch für eigene Zwecke nutzen kann. So könnte etwa das Gießen von Pflanzen, Beeten oder Grünflächen effizienter gestalten werden. Auch Frank Tartler, Leiter des städtischen Kundenbereichs Organisation und EDV, war von Beginn an begeistert von den Möglichkeiten der Funktechnik. Er ermutigt in diesem Zusammenhang Schulen, Firmen und auch Bürger, sich mit der neuen Technik zu befassen, eigene Anwendungen zu realisieren und damit die Digitalisierung erlebbar zu machen.

Große Teile des Stadtgebiets können schon jetzt mit der Antenne abgedeckt werden. Dennoch ist der Aufbau weiterer Antennen angedacht, um jegliche „weiße Flecken“ in Rastatt möglichst zu vermeiden. Gleichzeitig wird die Stadt Rastatt auch im Rahmen des interkommunalen Re@di-Netzwerkes, das aus neun Städten in den Landkreisen Rastatt und Karlsruhe und dem Stadtkreis Baden-Baden besteht, zum Erfahrungs- und Wissensaustausch und zur Realisierung von praxisnahen und nützlichen digitalen Lösungen zusammenarbeiten. 
Bei Fragen können sich Bürger oder Unternehmen per E-Mail an den städtischen Digitalisierungsbeauftragten Michael Jutt wenden unter michael.jutt@rastatt.de.

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