Sommerferien-Aktion „Das Rathaus gehört uns!“: Sieben Kinder besuchten den OB und übten sich als Nachwuchs-Stadtpolitiker

(12. August 2020) Ob eine von ihnen mal Rastatts Oberbürgermeisterin wird? Oder einer von ihnen Stadtrat? Zuzutrauen wäre es den sieben Jungen und Mädchen, die am 11. August im Rahmen des städtischen Sommerferienprogramms dem Rathaus und Oberbürgermeister Pütsch einen Besuch abstatteten. Souverän nahmen die Zehn- bis Zwölfjährigen im Ratssaal Platz auf den Sitzen des Gemeinderates. Interessiert hörten sie den Ausführungen des Oberbürgermeisters zu. Und selbstbewusst stellten sie dem Stadtoberhaupt Fragen.

„Was ist der Unterschied zwischen Ihnen und einem Bürgermeister?“, wollten sie beispielsweise wissen. Oder ob ihm sein Job Spaß mache, ob er viel reise und welches Auto er fahre. Hans Jürgen Pütsch beantwortete alle Fragen ausführlich – und sichtlich erfreut über so viel Wissensdurst und Kenntnis. Immer wieder kam auch ein kritisches Bewusstsein der Kids zutage. So beschwerte sich ein Junge, dass Menschen ihren Müll oder Graffiti-Schmierereien auf Spielplätzen hinterlassen. Und, kritisierte er: „Da hört man Lieder, da denkt man: geht’s noch?“ Zum Xavier Naidoo-Stern an der BadnerHalle war’s da nicht weit. Ja, die Kinder hatten davon gehört und auch eine Meinung dazu. „Bleibt kritisch und hinterfragt immer wieder Dinge“, ermunterte der Oberbürgermeister seine jungen Gäste und gab ihnen mit auf den Weg: „allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.“ 

Zu Beginn des gut eineinhalbstündigen Termins hatte Hans Jürgen Pütsch seine Rolle als Oberbürgermeister und die Arbeit des Gemeinderates beschrieben. Auch das Aufgabenspektrum der Verwaltung erläuterte er und beschrieb anschaulich städtische Dienstleistungen, die „von der Geburt bis zum Tod“ reichen. Auf zwei große Projekte der Verwaltung ging der OB besonders ein: die Planung des Kombibades und die Bewerbung für eine Landesgartenschau. Gibt’s da auch eine Rutsche? kam gleich als aufgeregte Zwischenfrage zum Kombibad. Ursprünglich habe man sogar zwei Rutschen vorgesehen, betonte Pütsch. Aber das Geld sei aktuell knapp und so müsse man schauen, was damit realisiert werden könne. Zur Landesgartenschau-Bewerbung zeigte der OB einen Film. Veranstaltungsjahr 2032? Da sei sie 22 Jahre, rechnete ein Mädchen vor. Also genau im richtigen Alter, sagte der OB. Er freue sich darauf, wenn sich die Kinder bei der Vorbereitung der Landesgartenschau mit ihren Ideen einbringen würden. Zum Abschluss des Rathaus-Besuchs gab es noch einen Blick ins Dienstzimmer des Oberbürgermeisters und für alle Besucher als Erinnerung eine Rastatt-Kappe, Fair Trade-Süßigkeiten und einen Eisgutschein.

„Das Rathaus gehört uns! Ein Blick hinter die Kulissen der Stadt Rastatt“, hieß die ganztägige Ferienaktion, die von Matthias Ulrich von der Kommunalen Sozialarbeit und Jugendbeteiligungsreferent Florian Seeland organisiert worden war. Als Begleiter und jugendliche Vorbilder waren Vertreter der Jugenddelegation beim Besuch dabei. Sie gestalteten auch das Nachmittagsprogramm mit, in dem eine Gemeinderatssitzung mit von den Kindern eingebrachten Anträgen gespielt wurde. Dabei zeigte sich nochmals das große Interesse der Kids an der Stadtpolitik. So wurde beispielsweise über die Begrünung städtischer Parkanlagen, die Qualität der Radwege oder den möglichen Bau eines Abenteuerspielplatzes debattiert und abgestimmt. Am Ende des Tages waren die Kids voll des Lobes und vor allem begeistert, den Oberbürgermeister kennengelernt zu haben.

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