Anhaltende Trockenheit bedrohlich für Bäume/Bürger können helfen

(7. August 2020) „Jede Gießkanne Wasser hilft den Bäumen“, bringt es Rainer Ohnesorg vom städtischen Kundenbereich Ökologie und Grün auf den Punkt. Anhaltende und bereits im dritten Jahr in Folge herrschende Trockenheit setzt Bäume und Pflanzen in Grünanlagen und im Stadtwald unter Stress. Für viele Straßenbäume wird die anhaltende Trockenheit inzwischen lebensbedrohlich. Jüngstes Beispiel: An der Oberwaldstraße ist ein Spitzahorn auseinandergebrochen, ausgelöst durch Trockenstress. Nahezu täglich rücken deshalb die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Technischen Betriebe mit ihren sechs Fahrzeugen samt Wasserfässern aus, um die Pflanzen zu bewässern. 

An heißen Tagen fließen bis zu 65 Kubikmeter Wasser in die Erde von Wechselflor und Jungpflanzen im Stadtgebiet. Ein Jungbaum braucht allein mindestens 150 Liter Wasser. Unterstützt werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtgärtnerei dabei auch von den Kollegen vom Kundenbereich Straßenbau, Stadtreinigung und Friedhof, die sich insbesondere um den Altbestand der Bäume kümmern. Bis zu 39 Kubikmeter Wasser bringen sie dabei täglich aus. Auch die Freiwillige Feuerwehr Rastatt leistet immer wieder Amtshilfe und löscht den Durst der Bäume. 

Doch auch die Bürgerinnen und Bürger können helfen und die Teams beim Bewässern der öffentlichen Pflanzen und Bäume unterstützen. „Beim Gießen gilt, wie übrigens im eigenen Garten auch, nicht täglich kleine Mengen, sondern in einem gestreckten Rhythmus von drei bis vier Tagen wässern, dann aber tiefgründig“, erklärt Ohnesorg. Ausnahmen bilden Kübelpflanzen, die meist täglich Wasser benötigen. Ebenso sollte man auch berücksichtigen, dass in den frühen Morgenstunden oder spät abends die günstigste Wässerungszeit ist, so der Fachmann. 

Diesem Prinzip folgend setzt die Stadt inzwischen auch auf Wassersäcke bei Jungbäumen.  Direkt an den Bäumen angebracht und mit 100 Liter Wasser befüllt, sickert das Wasser der Säcke so im Laufe des Tages kontinuierlich in die Erde. Dadurch ist eine durchgehende Tiefenbewässerung gewährleistet.

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