Kein Jahrmarkt dafür Pop-Up-Freizeitpark auf dem Festplatz/Verkaufsoffener Sonntag am 27. September abgesagt

(24. Juli 2020) Ein voll besetztes Bierzelt und dichtes Gedränge vor der Achterbahn – das ist coronabedingt in diesem Jahr tabu. Das Stadtmarketing hat sich deshalb dazu entschieden, den Herbstjahrmarkt, der ursprünglich vom 4. bis 8. September auf dem Festplatz hätte stattfinden sollen, abzusagen. Doch ganz auf den Freizeitspaß wollten sowohl das Stadtmarketing als auch die Interessensgemeinschaft Rastatter Schausteller nicht verzichten. In enger Abstimmung mit dem Stadtmarketing organisiert sie deshalb in diesem Sommer auf dem Festplatz den ersten Rastatter Pop-Up-Freizeitpark. An insgesamt 16 Tagen, immer donnerstags bis sonntags vom 20. August bis 13. September, lockt der Pop-Up-Freizeitpark mit Fahrvergnügen und Rummelatmosphäre bei Einhaltung der Abstands-und Hygieneregeln. 

Um die Corona-Bestimmungen einhalten zu können, wird das Festgelände komplett eingezäunt. Der Zugang erfolgt über eine Einlassschleuse am Festplatz, Zugang über die Uhlandstraße. Der Einlass wird kontrolliert. Gäste werden gebeten, bereits zu Hause ein Anmeldeformular auszufüllen und mitzubringen. Zum Anmeldeformular geht es hier. Der Eintritt beträgt pro Person einen Euro. Wer im Besitz einer Kinder- und Familienkarte ist, darf den Park kostenlos besuchen. Zudem wird bei der Einlasskontrolle die Körpertemperatur gemessen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist überall im Wartebereichen nötig. Sei es beim Anstehen zum Einlass, an den Fahrgeschäften oder auch an den Essensständen. 

Auf dem Pop-up-Freizeitpark-Gelände dürfen sich gleichzeitig 500 Menschen aufhalten. Die aktuellen Zahlen sind immer auf der Homepage abrufbar, sodass auch ein spontaner Besuch möglich ist. Um "Gegenverkehr" zu vermeiden, gibt es eine Einbahnstraßenregelung auf dem Gelände. An den Fahrgeschäften und sonstigen Buden gibt es immer einen gesonderten Ein- und Ausgang. Im Biergarten des Pop-up-Freizeitparks düfen sich gleichzeitig 150 Personen aufhalten. Für regelmäßige Handdesinfektion ist ebenso gesorgt. Zum einen an den Schausteller-Ständen. Zum anderem gibt es auf dem Gelände 15 Desinfektionsständer, die mit dem Fuß bedient werden können.

Torsten von Appen, Leiter Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing, freut sich, dass Rastatt mit dem Pop-Up-Freizeitpark neue Wege geht und dass alle Beteiligten es in kürzester Zeit geschafft haben, für die Bürgerinnen und Bürger ein neues, „coronakonformes“ Veranstaltungsformat auf die Beine zu stellen. Zudem könnten „die Erkenntnisse bei der Planung und Durchführung auch nützlich sein, für ein alternatives Weihnachtsmarktkonzept“, so von Appen. Unterstützt wird die Interessensgemeinschaft bei der Umsetzung auch von der Firma Expert Octomedia, die die Platzgebühren übernimmt. „Wir möchte mit unserem Beitrag dazu beisteuern, dass in Rastatt wieder ein Stück Normalität herrscht“, sagt der Geschäftsführer Danny Lenski.

Freuen können sich die Besucher unter anderem auf die Fahrgeschäfte „Break Dance“ und „Musik Express“, auf ein Laufgeschäft und ein Scheibenwischer-Fahrgeschäft. Fehlen dürfen auf dem Pop-Up-Freizeitpark auch nicht Autoscooter und verschiedene Spielbuden. Auch an die Kleinsten haben die Veranstalter gedacht. So wird es einen Babyflug, ein Kinderkarussell und eine Kindereisenbahn geben. Statt eines großen Festzeltes wird es in diesem Jahr ein kleines Bierzelt geben sowie zwei Imbisse mit Ausschank.

„Wir sind froh, dass die Stadtverwaltung und Octomedia hinter uns stehen. Jetzt können wir uns wieder der eigentlichen Aufgabe, Feste zu veranstalten und ein Lächeln in die Gesichter der Bewohner und Besucher zu zaubern, widmen“, zeigt sich Hugo Levy, Sprecher der Interessengemeinschaft Rastatter Schausteller, erleichtert.

Verkaufsoffener Sonntag am 27. September entfällt
Keinen Spielraum hat das Stadtmarketing indes beim Verkaufsoffenen Sonntag am 27. September. Da der Verkaufsoffenen Sonntag in Rastatt an den Bauernmarkt und die Mobilitätsschau gebunden ist – Angebote, die in den vergangenen Jahren zahlreiche Besucher in die Innenstadt lockten – muss der Verkaufsoffene Sonntag coronabedignt abgesagt werden. Die Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln sei kaum zu kontrollieren, lautet das Fazit des Stadtmarketings. 
 

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