Streuobstwiesen: Jetzt Baumschnitt-Fördergeld gemeinsam mit der Stadt Rastatt beantragen

(10. Juni 2020) Streuobstwiesen sind besonders artenreiche Lebensräume, die neben der Produktion von regionalem und gesundem Obst zu einem attraktiven Landschaftsbild in der Region beitragen. Doch vital bleiben die Bäume nur, wenn sie eine entsprechende Pflege erfahren. Dadurch wird die Lebensdauer der Bäume maßgeblich verlängert und das Ökosystem Streuobstwiese bleibt langfristig erhalten. Mit einem Förderprogramm will die baden-württembergische Landesregierung den Einsatz der Obstbaumpfleger im Zeitraum von 2020 bis 2025 honorieren und gleichzeitig einen Anreiz zur Verbesserung des Pflegezustands der Streuobstbäume leisten. Gemeinsam mit der Stadt Rastatt können Bürgerinnen und Bürger, die ihre privaten Obstwiesen im Stadtgebiet und den Ortsteilen pflegen, dafür nun einen Sammelantrag bei der Landesregierung stellen. 
Bereits in den Jahren 2015 bis 2020 hat die Stadt Rastatt am Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg zum Schnitt von Streuobstbäumen teilgenommen und ihre kommunalen Obstwiesen eingebracht, die durch Ortsteilbauhöfe oder in Pflegepatenschaft durch örtliche Vereine gepflegt werden. Dabei wurden insgesamt über 11.000 Euro von der Stadt abgerufen, die an die beteiligten Institutionen ausgeschüttet werden konnten. 

Bäume müssen mindestens zweimal geschnitten werden

Das Land Baden-Württemberg legt dieses Förderprogramm nun für den Zeitraum 2020 bis 2025 erneut auf. Das Verfahren wurde dabei flexibler gestaltet. Weiterhin gilt: Zum Programm angemeldete Bäume müssen innerhalb des fünfjährigen Zeitraums mindestens zweimal fachgerecht geschnitten werden. Jede Schnittmaßnahme, maximal zwei in fünf Jahren, wird mit 15 Euro pro Baum vom Land gefördert. 
Förderfähig sind Kern- und Steinobstbäume mit einer Mindeststammhöhe von 1,40 Metern ab dem dritten Standjahr. Die Bäume müssen auf Streuobstwiesen im Außenbereich stehen, also außerhalb des Siedlungsbereiches oder dem Geltungsbereich von Bebauungsplänen. Der Baumschnitt muss fachgerecht durchgeführt werden. Dazu finden stichprobenhafte Kontrollen statt. Auf der Website des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg sind die kompletten Förderbedingungen aufgeführt. Abrufbar sind sie unter dem Link: streuobst.landwirtschaft-bw.de unter der Rubrik Förderung/Baumschnitt. 

Antrag bis 24. Juni anfordern

Wer sich am städtischen Sammelantrag beteiligen möchte, sollte zudem mindestens zehn Obstbäume auf einer zusammenhängenden Fläche besitzen. Während des fünfjährigen Zeitraums müssen die Streuobstbesitzer jährlich ihre Schnittmaßnahmen an die Stadt melden. Am Ende der Laufzeit ruft die Stadt gebündelt die zustehenden Mittel des Landes ab. Die Fördermittel werden danach durch die Stadt an die Teilnehmenden des Sammelantrags überwiesen.
Streuobstbesitzer, die gemeinsam mit der Stadt Rastatt am Förderprogramm teilnehmen wollen, können den notwendigen Antrag bis Mittwoch, 24. Juni, anfordern beim städtischen Kundenbereich Ökologie und Grün telefonisch unter 07222 972-4201 oder per E-Mai an: oekologie-und-gruen@rastatt.de.  

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