Energiespartipps


Jede/r kann etwas tun, um den persönlichen Ausstoß an Treibhausgasen zu verringern – und das mit einfachen Mittel. Wie das genau funktioniert und im Alltag umsetzbar ist, zeigen unsere zehn Energiespartipps. 

  • Tipp 1: Sparsame Haushaltsgeräte

    Wer sich ein neues Haushaltsgerät, wie Backofen, Kühlschrank, Kühltruhe, Waschmaschine oder Staubsauger anschaffen möchte, sollte darauf achten, dass das Gerät nicht unnötig Energie verbraucht. Zu empfeheln ist der Kauf von Geräten der Energieklasse A+++.

    Eine gute Übersicht gibt es hier: 

  • Tipp 2: Klimaanlagen vermeiden

    Gerade an heißen Sommertagen wird sie gerne angestellt, die Klimaanlage. Allerdings haben Klimaanlagen einen erhöhten Energiebedarf und führen zu höheren Stromkosten. Wenn jedoch nicht auf eine Klimaanlage verzichtet werden kann, dann sollte darauf geachtet werden, dass eine mit der höchsten Effizienzklasse A+ erworben wird. Einfach und kostengünstiger ist es, nachts oder morgens zu lüften. Zudem sollten über den Tagesverlauf die Räume verdunkelt werden. Damit man nicht im Dunkeln sitzt, eignen sich Jalousien, Rollläden, Vorhänge oder auch Fensterläden mit schmalen Lichtschlitzen.
     

  • Tipp 3: Stoßlüften statt dauerhaft kippen

    Damit im Winter eine behagliche Wärme entsteht, sind neben der Raumwärme ein gewisser Grad an Luftfeuchtigkeit sowie ausreichend Sauerstoff notwendig. Um das zu erreichen, muss regelmäßig gelüftet werden.
    Um hierbei Energie zu sparen, sollte die Heizung während des Lüftens ausgestellt (ausgenommen Fußbodenheizungen) und das Fenster ganz geöffnet sein. Das Fenster auf Durchzug lassen, im Winter kürzer als im Sommer. Wiederholt wird das Ganze drei Mal am Tag oder nach Bedarf. Dadurch geht nicht zu viel von der Wärme aus den Wänden verloren. Bei gekippten Fenstern dauert das Lüften länger und das Gemäuer kühlt stärker aus.
     

  • Tipp 4: Lüftungsanlagen helfen Energie zu sparen

    Um Schimmel in Wohnungen zu vermeiden, ist richtiges Lüften notwendig. Beim Lüften geht allerdings Wärmeenergie verloren. Lüftungsanlagen helfen dabei diese Energie abzufangen und Frischluft zuzuführen. Gleichzeitig entziehen sie der Raumluft die Feuchte und führen frische Außenluft zu. In Neubauobjekten sind Lüftungsanlagen ein notwendiger Bestandteil, um die Energieeinsparanforderungen erfüllen zu können. Aber auch im Gebäudebestand kann eine Nachrüstung erfolgen.

    Weitere Informationen:

     

  • Tipp 5: Kurz duschen statt lange baden

    Bei einem Vollbad müssen rund 150 Liter Wasser erwärmt werden. Beim Duschen nur 12 bis 15 Liter pro Minute. Neben der Reduzierung des Wasserverbrauches kommt zusätzlich noch der Energieverbrauch zum Erhitzen des Wassers hinzu. Es sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser während des Einseifens abgestellt wird. Das Einsparpotenzial liegt bei einer vierköpfigen Familie bei bis zu 300 Euro pro Jahr, wenn konsequent geduscht statt gebadet wird.
     

  • Tipp 6: Intelligent heizen und Kosten sparen

    Die Temperatur richtig einzustellen ist wichtig, denn jedes Grad zu viel kostet Geld. Je nach Nutzung der Räumlichkeiten ändert sich die Temperaturanforderung: Wohn-, Ess- und Kinderzimmer 20 Grad, das Bad bei Benutzung 22 Grad. In der Küche reichen 18 Grad und im Schlafzimmer schon 16 Grad. Um die Wärme so gut wie möglich zu erhalten, sollte bei geschlossenen Türen geheizt werden. Vorhänge und Jalousien sowie Fensterläden helfen nachts, dass die Wärme nicht so schnell entweichen kann. Bei längerer Abwesenheit sollte das Thermostatventile auf eins bzw. auf die Sternchenposition gedreht werden, um das Auskühlen der Wände zu verhindern.
     

  • Tipp 7: Stromeinkauf - Ökostrom für die Umwelt

    Die Produktion von Strom in Deutschland verursacht im Durchschnitt pro Kilowattstunde einen CO2-Ausstoß von rund 450 Gramm. Alternativ kann aber auch Ökostrom, also Energie aus regernativen Energiequellen, bezogen werden, welcher keine oder nur sehr geringe CO2 Emissionen aufweist. Wer etwas für die Umwelt tun möchte, sollte also Ökostrom beziehen. Die Stadtwerke Rastatt bieten mit ihrem Ökostromtarif eine Option, nachhaltig erzeugten Strom vor Ort zu erhalten. Gleichzeitig nutzen die Stadtwerke Rastatt einen Teil der Einnahmen, um den Anteil an regenerative Energiequellen auszubauen.
     

  • Tipp 8: Beleuchtung - LED sind hoch im Kurs

    In einem durchschnittlichen Haushalt macht die Beleuchtung rund neun Prozent der Stromkosten aus. Bei älteren Leuchtelementen wird ein Großteil der eingesetzten Energie in Wärme und nur ein geringer Anteil in Licht umgesetzt. So haben frühere Glühbirnen rund 95 Prozent der Energie in Wärme und nur rund 5 Prozent in Licht umgewandelt. Bei modernen LED-Leuchtmitteln ist dies genau umgekehrt. Hier wird 90 Prozent oder mehr der Energie in Licht umgewandelt. 
     

  • Tipp 9: Die Kraft der Sonne nutzen

    Die Sonne sendet in einer Stunde so viel Energie auf die Erde, wie die Welt in einem Jahr verbraucht. Durch den Einsatz von Photovoltaikelementen kann die Energie der Sonnenstrahlen in Strom umgewandelt werden. Pauschal werden rund 1.000 Kilowatt pro Kilowattstunde Peakleistung und Jahr erreicht. Ob das Dach geeignet ist und wie groß der Ertrag sein kann, kann über die Seite des LUBW eingesehen werden.
     

  • Tipp 10: Solarthermie - Wärme aus Sonnenstrahlen

    Neben Strom kann auch Wärme aus Sonnenergie gewonnen werden. Besonders bei Neubauten bietet Solarthermie eine sinnvolle und finanziell vorteilhafte Alternative im Bereich der Heizungsunterstützung und Warmwassererwärmung. Aber auch in Bestandsgebäuden kann der Einsatz von Solarthermie zur Warmwassererwärmung sinnvoll sein. Die BAFA fördert den Einbau von Solarkollektoren. Aktuell liegt der Fördersatz bei 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zeigt die Förderprogramme im Überblick.

Kontakt

Klimaschutzmanager der Stadt Rastatt
Martin Schursch
Fachbereich Stadt- und Grünplanung
Herrenstraße 15
Raum 3.16
Tel. 07222/972-4230
E-Mail: martin.schursch@rastatt.de