Städtische Erzieherinnen stehen Eltern auch während der Corona-Krise zur Seite

(31. März 2020) Wie spricht man mit Kindern über das Corona-Virus? Welche Strukturen brauchen Kinder im Alltag? Oder welche Spiele eignen sich besonders gut für zu Hause? Die durch die Corona-Krise bedingte Schließung der Kitas stellt viele Familien vor neue Herausforderungen. Damit sich Eltern während dieser Zeit mit ihren Fragen nicht allein gelassen fühlen, stehen die Erzieher/innen der städtischen Kitas seit dieser Woche in telefonischem Kontakt zu den Eltern der betreuenden Kinder und rufen sie regelmäßig an. Die häufigste Frage, die die Erzieherinnen und Erzieher erwarten, wird wohl jene sein, wann die Kitas wieder öffnen. „Doch diese können wir leider derzeit noch nicht beantworten“, so die Leiterin der Kita Ottersdorf, Jutta Gollinger.

„Wir hatten uns überlegt, dass sich bestimmt viele Familien freuen würden, wenn sie in dieser Zeit, in der soziale Kontakte nur noch reduziert stattfinden, etwas von ihren Erzieherinnen und Erziehern aus der Kita hören“, führt Nadine Daniel, Leiterin der Kinderschule Amalie Struve, einen der Gründe für die Anrufe. Wichtig sei es den Erzieherinnen und Erziehern aber in erster Linie, für die Familien da zu sein, ihnen Unterstützung anzubieten und vor allem ein offenes Ohr für ihre Anliegen zu haben. „Erziehung und Bildung von Kindern und die Begleitung von Familien – davon verstehen wir etwas“, so Nadine Daniel.

Feste Tagesstruktur für Kinder wichtig
Um gut auf die Telefonate vorbereitet zu sein, hatten sich die Erzieherinnen in Zusammenarbeit mit den Leiterinnen der städtischen Kindertageseinrichtungen im Vorfeld bereits mögliche Fragen überlegt. Krista Kessler, Leiterin der Kita Rheinau-Nord, ist sich sicher, dass die Eltern viele Fragen zum Alltag mit den Kindern haben werden. „Kinder müssen in Krisen gut und verlässlich von ihren Eltern begleitet werden, dafür ist die Aufrechterhaltung eines kontinuierlichen Tagesablaufes wichtig“, macht sie deutlich. Die Erzieherinnen und Erzieher können Eltern beraten, wie ein solcher Tagesablauf aussehen könnte. Sie können aber auch Fragen beantworten, etwa wie Streitigkeiten unter Geschwistern geschlichtet werden oder was Eltern mit ihren Kindern spielen können. 

Flyer mit Tipps und Gestaltungsideen für den Alltag 
Die Schwierigkeit für die Erzieherinnen und Erzieher besteht derzeit darin, wie sie die Informationen an die Familien übermitteln. Spielanregungen sollen, dort wo dies möglich ist, per E-Mail an die Eltern geschickt werden. E-Mail-Verteiler und Whats-App-Gruppen sind allerdings nicht immer die richtige Wahl, denn auch der Datenschutz darf in Krisenzeiten nicht ausgehöhlt werden. In den kommenden Tagen werden deshalb zusätzlich Ständer mit Flyern zum Mitnehmen vor der Kita Amalie-Struve und der Kindertagesstätte BIBER-Haus für Kinder aufgestellt, in denen Familien ganz konkrete Ideen zur Alltagsgestaltung finden. 

Wichtige Beratungsstellen im Notfall
Die Erzieherinnen erwarten in den Elterntelefonaten aber auch ganz persönlichen Fragen und Schilderungen von Notlagen. „Wenn Familien Schwierigkeiten oder Konflikte haben, können wir auf Beratungs- und Hilfeangebote aufmerksam machen“ erklärt Stefanie Kamenz, Leiterin der Kindertagesstätte BIBER-Haus. Sie denkt dabei etwa an die „Nummer gegen Kummer“, einem kostenfreien, telefonischen Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und Eltern in ganz Deutschland. Junge Menschen finden am Kinder- und Jugendtelefon Rat und Unterstützung unter 116 111. Müttern, Vätern oder Großeltern steht mit dem Elterntelefon unter 0800 111 0 550 ein Beratungsangebot zur Verfügung. Zusätzlich gibt es noch die Beratungsdienste des Allgemeinen Sozialen Dienstes des Jugendamtes im Landratsamt Rastatt, die unter der Telefonnummer 07222 381-2551 erreichbar sind. Medizinische Fragen rund um das Corona-Virus beantwortet das Gesundheitsamt Rastatt unter 07222 381-2300 und allgemein medizinische Fragen der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117.

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