Corona-Krise: Stadtverwaltung stellt ab kommender Woche auf Notbetrieb um/ Appell an Bürger: Sozialkontakte auf das Nötigste minimieren!

(20. März 2020) Um die dramatisch fortschreitende Ausbreitung des Coronavirus und ihre Folgen zu verlangsamen, fährt auch die Stadtverwaltung Rastatt den Dienstbetrieb weiter herunter. Ab Montag, 23. März, bis voraussichtlich 19. April stellt sie auf Notbetrieb um.

Weiterhin vor Ort im Dienst sind die für Ordnungsangelegenheiten, Kontrollen, die Stadtsauberkeit, das Bürgerbüro oder das Ausländerwesen zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alle anderen wichtigen Verwaltungsbereiche arbeiten ab kommender Woche wenn möglich im Homeoffice. Diese Regelung hat Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch gemeinsam mit dem Verwaltungsstab beschlossen. Er bittet um Verständnis für die eingeschränkten Erreichbarkeiten – und appelliert eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger: „Bitte tragen Sie durch ihr Verhalten dazu bei, die massive und schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.“ Jeder solle die Anordnungen der Behörden befolgen, sich informieren, die Hygiene beachten und Verantwortung übernehmen. 

Am Donnerstag, 19. März, hatte bereits der für Ordnungsangelegenheiten zuständige Bürgermeister Arne Pfirrmann in einer Pressekonferenz betont: „Die Zeiten sind ernst, sogar sehr ernst. Wenn wir jetzt nicht unsere sozialen Kontakte auf das absolut Nötigste beschränken, sind Ausgangssperren nicht mehr vermeidbar, und dann werden wir bis nach Ostern zu Hause verbringen müssen“. 

Notbetrieb konkret
Der Notfallbetrieb der Stadtverwaltung bedeutet für die Rastatter Bürgerinnen und Bürger konkret, dass vorerst nur notwendige und unaufschiebbare Angelegenheiten bearbeiten werden können. Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, ihre Anliegen per E-Mail oder telefonisch einzureichen. Diese Regelung gilt insbesondere auch für die stark frequentierten Bereiche des Bürgerbüros und des Ausländerwesens. Sollte in bestimmten Fällen eine persönliche Vorsprache zur Klärung notwendig sein, wird in individueller Absprache ein Termin vereinbart. Alle wichtigen Kontaktdaten finden Bürgerinnen und Bürger auf der Homepage der Stadt unter www.rastatt.de.

Keine Einschränkungen bei öffentlicher Infrastruktur 
Weiter sichergestellt sind die städtischen Reinigungsdienste, der Bereich Sicherheit und Ordnung und der Betrieb der Feuerwehr. Die Notfallbetreuung für Kita-Kinder ist bereits erfolgreich angelaufen. Eltern, die beide im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeiten, haben weiterhin die Möglichkeit, einen Antrag auf einen Notfall-Betreuungsplatz in der jeweiligen Kita zu stellen. 

Stadt kontrolliert vermehrt Einhaltung der landesweiten Verordnung 
Bereits seit Anfang der Woche gelten landesweit strenge Einschränkungen des öffentlichen Lebens. So wurden Kitas und Schulen geschlossen, kulturelle Einrichtungen, Geschäfte Kinos, Sportstätten und Spielplätze, und auch Gastronomen mussten sich deutlich einschränken. Die Verordnung der Landesregierung, hinter der auch die Stadtverwaltung steht, müsse nun jeder Bürger einhalten und umsetzen. „Jetzt ist die Solidarität aller gefragt“, betonte Pfirrmann. Trotz der Dringlichkeit, das soziale Leben auf das Minimalste zu beschränken, halten sich einige Bürgerinnen und Bürger bislang nicht daran. Da etwa Spielplätze trotz der verordneten Sperrung in den vergangenen Tagen zum Teil weiterhin genutzt wurden, werden nun fünf städtische Teams die Plätze regelmäßig kontrollieren. „Wir wollen die Bürger zunächst informieren und für die ernste Situation sensibilisieren“, so Bürgermeister Pfirrmann. Wenn das keine Wirkung zeige, müssten Sanktionen folgen. 

Weitere Informationen und Kontakt 
Aktuelle Infos zur Entwicklung in Rastatt hält die Verwaltung auf der städtischen Website unter www.rastatt.de sowie über Facebook und Instagram bereit. Für Bürgerfragen rund ums Thema Coronavirus, die in den Zuständigkeitsbereich der Stadt fallen, hat die Verwaltung eine zentrale E-Mail-Adresse eingerichtet, die ab Montag, 23. März, aktiv ist. Unter buergerfragen.corona@rastatt.de können sich Bürgerinnen und Bürger an die Stadt wenden, um Auskünfte über städtische Dienstleistungen, behördliche Entscheidungen und aktuelle kommunalpolitische Entwicklungen zu erhalten. 

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