Stadtbibliothek zieht Bilanz: 2019 war ein Jahr der Veränderungen/Täglich 500 Besucher

(6. März 2020) Mittwoch, 14 Uhr, in der Stadtbibliothek: Alle Computer-Arbeitsplätze sind belegt, Schülerinnen und Schüler stecken die Köpfe zusammen, der Kaffeeautomat brummt, die Drucker sind nonstop im Einsatz, Senioren kommen zur E-Book-Sprechstunde und eine Kindergruppe der benachbarten Pestalozzi-Schule entert das Leseschiff im Erdgeschoss. Diese Momentaufnahme belegt die große Beliebtheit der Stadtbibliothek bei der Rastatter Bevölkerung. Im vergangenen Jahr kamen fast 500 Besucher pro Öffnungstag, in Spitzenzeiten waren es mehr als 600. 

Dabei verändert sich das Nutzungsverhalten der Bibliothekskunden. Stand früher eher das Entleihen von Medien im Fokus, so wird die Stadtbibliothek zunehmend als Ort zum Arbeiten, Lernen, Spielen, Treffen oder Chillen angesehen. Dementsprechend sank 2019 die Medienausleihe auf 265.000. Gerade im Sachbuchbereich führte das veränderte Lernverhalten durch die digitale Gesellschaft zu einem Ausleihrückgang. Schnell benötigte Sachinformationen werden allgemein ohne große Probleme im Internet gefunden, wie etwa Lebensdaten von Personen oder Länderinformationen. Trotzdem erzielen vor allem neu angeschaffte Sachbücher, wie zum Beispiel Spiegel-Bestseller oder die neuesten Auflagen von Reiseführern, eine hohe Ausleihe. 

Positiv fällt auch auf, dass Kinder und Jugendliche über zwei Prozent mehr Bücher entliehen haben als im Jahr zuvor. Der Höhenflug der eMedien setzte sich ebenfalls fort: Mit 31.700 Downloads von digitalen Büchern, Zeitschriften, Tageszeitungen und Hörbüchern im Onleihe-Portal „ebooks & more“ steigerte sich die Ausleihe dieses virtuellen Angebots in Rastatt zum Vorjahr um 15,3 Prozent (www.onleihe.de/more).

Nicht nur das Verhalten der Besucher ändert sich, auch die Stadtbibliothek selbst hat 2019 einige Veränderungen erlebt. Im Juli ging die langjährige Bibliotheksleiterin Barbara Brünner in Ruhestand, neue Chefin wurde Birgit Stellmach. Und gleich das erste Projekt im neuen Amt erforderte vollen Einsatz: die Umstellung des unkomfortablen alten Bibliotheks-Online-Katalogs auf den benutzerfreundlichen, attraktiven OPEN-Katalog. Er erlaubt eine intuitive Suche, ist für mobile Endgeräte optimiert und bietet eine Menge Extras wie zum Beispiel 3D-Galerien mit Neuerscheinungen oder automatische Vorschlagslisten.

Mit 58 Veranstaltungen bot die Stadtbibliothek im Jahr 2019 großen und kleinen Zuschauerinnen und Zuschauern ein abwechslungsreiches kulturelles Angebot. Neu etabliert wurde ein regelmäßiger Brettspiele-Abend für Erwachsene, der die neue Freude am analogen Spielen aufnimmt, die sich seit einiger Zeit in Kneipen und Spieleläden beobachten lässt. Neue Mitspielerinnen und Mitspieler sind auch in 2020 jederzeit willkommen. Der nächste Brettspiele-Abend findet am Mittwoch, 1. April, um 19 Uhr in den Bibliotheksräumen statt.

Die Teilnahme am Jugendgipfel im vergangenen Juli war für die Stadtbibliothek sehr fruchtbar und ergebnisreich. Moderiert von Bibliotheksmitarbeitern, wurden in zwölf Diskussionsgruppen mit je 25 bis 30 Jugendlichen Anregungen und Vorstellungen in Bezug auf Aufenthaltsqualität, Ausstattung und Service der Stadtbibliothek diskutiert. Größter Wunsch der Teilnehmer war ein Wasserspender in der Stadtbibliothek sowie mehr Arbeitsplätze. 

Die Umsetzung dieser konkreten Wünsche wanderte ganz nach oben auf die Agenda für das laufende Jahr. Ebenso wie die Verbesserung der allgemeinen Serviceleistungen stetig im Focus des Bibliotheksteams steht. 

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