So funktionieren Erklärvideos: Jugendliche drehen in Workshops ihre eigenen Filme

(2. März 2020) Was versteht man unter linearem Wachstum? Wie wird der Bundestag gewählt? Oder wie repariert man sein Fahrrad selbst? Wer früher Antworten auf all diese Fragen suchte, fand sie klassisch in Büchern. Heutzutage erobern sogenannte Erklärvideos das Netz und erfreuen sich insbesondere bei Jugendlichen wachsender Beliebtheit. Zwölf von ihnen nutzten in den Faschingsferien das Angebot der Stadtbibliothek und lernten bei einem Workshop, wie sie selbst ein Erklärvideo drehen können. 

„Mach Dein eigenes Erklärvideo – Mit Tablet, App und Buch selbst kreativ werden“ lautet der Titel des dreitägigen Kurses, den die Stadtbibliothek erstmals organisiert hatte. Der Workshop, der insgesamt viermal und das nächste Mal in den Herbstferien angeboten wird, diene der digitalen Medienbildung, erklärte Regine Burger, Mitarbeiterin der Stadtbibliothek am vergangenen Freitag bei der Präsentation der Ergebnisse. Ziel sei nicht die reine Wissensvermittlung, sondern die Auseinandersetzung mit Themen und die Umsetzung des Gelernten mit digitalen Medien. Der Workshop wird im Rahmen des Projekts „Total digital! Lesen und erzählen mit digitalen Medien“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, die Konzeption ist in Kooperation von Stadtbibliothek, Kinder- und Jugendförderung und Gemeinwesenarbeit Rastatt entwickelt worden. 

Ein neutraler Hintergrund, einige Bilder, eine Schere, einen Stift und ein paar Playmobil-Figuren – mehr Requisiten braucht es nicht, um mithilfe einer kostenlosen App ein Video zu erstellen. Das zeigte der Bühler Realschullehrer Daniel Hagenunger den zehn- bis 14-jährigen Kursteilnehmer/innen. In einem ersten Schritt lernten sie Grundlegendes über die Gestaltung von Filmen mit der Stop-Motion-Technik, die auch bei Trickfilmen verwendet wird. Dabei wird eine Bewegung erzeugt, indem einzelne Bilder aufgenommen und anschließend aneinandergereiht werden. In Kleingruppen oder alleine suchten sich die Kinder und Jugendlichen im Anschluss ein Thema aus, das sie in wenigen Minuten in möglichst simpler Weise in ihren Videos erklären wollten. Eine Gruppe zeigte auf, was Youtube ist, eine andere erstellte ein Video zum Thema „Alles rund ums Pferd“ und gleich zwei Jugendliche erklärten, wie ein 3D-Drucker funktioniert. Aber auch Dinosaurier und Astronauten fanden sich in den Videos wieder. Eine Jugendliche arbeitete zudem mit dem Tool Screencast. Dabei filmte sie den Bildschirm ihres Smartphones und erklärte parallel dazu, wie sie Bilder bearbeitet und diese schließlich in einen Film packt. Am Ende des Workshops stellten alle zwölf Jugendlichen fest, dass das Video-Fieber nun auch sie erreicht hätte. Sie alle hatten Spaß an dem Kurs und planten bereits jetzt, weitere Videos zu drehen. 

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