Rastatts grüne Vereine unterstützen Bewerbung zur Landesgartenschau

(8. November 2019) Rastatts Bewerbung um die Landesgartenschau 2032 hat vor ein paar Tagen kompetente Unterstützer mit „grünem Daumen“ gewonnen. Auf Einladung von Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch waren am 30. Oktober Vertreter der Rastatter Gartenbauvereine und Gartenfreunde zu einer Infoveranstaltung ins Rossi-Haus gekommen. Sie signalisierten nicht nur große Zustimmung zum Projekt, sondern hatten auch gleich jede Menge Ideen parat. 

Ein paar Beispiele: Die Landwirtschaft müsse eingebunden werden, die Ökostation vergrößert, Niedermoorbereiche im Ried seien zu integrieren und „Inseln“ zu entwickeln, in denen sich die Natur frei entfalten könne. Aber auch an eine umweltverträgliche Verkehrserschließung durch Radwege oder Straßenbahnen sei zu denken. Und Rastatts Autobauer könne doch zur Landesgartenschau innovative Verkehrsmittel bereitstellen, so ein weiterer Vorschlag. Auch könne man bereits vorhandene tolle Angebote aus den Rieddörfern, wie den Obstbaum-Lehrpfad in Ottersdorf, erweitern und ebenso an anderen Stellen anbieten. Konsequent solle man versiegelte Flächen unter die Lupe nehmen und nachhaltig umwidmen, schlug ein Teilnehmer vor und erwähnte beispielhaft den zubetonierten Kulturplatz vorm Landratsamt.

Zum Abschluss der Veranstaltung unterzeichneten die Vereine eine „Gemeinsame Erklärung für eine Landesgartenschau in Rastatt“. Darin steht unter anderem zu lesen: „Es gilt, 

  • die einzigartige Charakteristik des Rastatter Bruchs und der anrainenden Gebiete aufzuwerten, zu sichern und durch die außergewöhnliche Nähe zum Stadtkern den Bürgern dauerhaft erlebbar zu machen,
  • die PFC-Kontaminierung des Grundwassers im Rastatter Raum offensiv anzugehen, zu thematisieren und Lösungen aufzuzeigen,
  • den Hochwasserschutz entlang der Murg abzuschließen und den Bürgern ihren Fluss zugänglich zu machen,
  • attraktive Räume für ein soziales Miteinander der Bürger zu schaffen,
  • die Stadt Rastatt für ihre Einwohner, Neubürger sowie für Besucher attraktiver und interessanter zu gestalten,
  • den Wirtschaftsstandort Rastatt zu stärken und für die Zukunft zu sichern, 
  • die kulturellen Angebote wie beispielsweise das tête-à-tête, den Ehrenhof des Barockschlosses und die städtischen Veranstaltungshallen noch weiter in den Fokus der Menschen zu rücken,
  • qualitativ hochwertige Freiräume und Grünflächen zu schaffen und dauerhaft zu sichern.

Wir unterstützen daher mit unseren Unterschriften die Bestrebungen der Stadt Rastatt und erklären uns bereit, dass wir bereits im Vorfeld beratend zur Seite stehen und die Pflege und Betreuung von Grünanlagen unterstützen und uns im Rahmen der Landesgartenschau für die Kulturlandschaft und Umwelt gemeinsam einbringen werden.“

Rastatts Gartenbauvereine und Gartenfreunde informierten sich dieser Tage über die Landesgartenschau-Bewerbung – und äußerten große Zustimmung. Foto: Stadt Rastatt

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