Kostenloser Lesespaß im Beinle: Bücherzelle eingeweiht

(6. November 2019) Im Rastatter Stadtteil Beinle gibt es ab sofort kostenlose Bücher. Zum Leihen, Tauschen oder einfach zum Mitnehmen. Am Dienstag, 5. November, wurde die „Bücherzelle“ von Matthias Stickl, Sozialarbeiter der städtischen Gemeinwesenarbeit Bahnhof/Industrie, zusammen mit vielen Helfern und Bürgern bei einer kleinen Feier in der Grenzstraße eingeweiht. Ein Anwohner hatte sich zudem spontan bereit erklärt, die Bewirtung zu übernehmen. Das Angebot an öffentlichen Bücherschränken in Rastatt wächst damit weiter. Kostenlosen Lesestoff gibt es bereits im Dörfel, im Zay und im Rossi-Haus. 

„Ich bin froh, dass es nun endlich soweit ist und der Schrank offiziell seiner Bestimmung übergeben werden kann“, sagte Stickl bei der Einweihung. Die Bücherzeile werte den Stadtteil auf und sei das Ergebnis von vielen Unterstützern, die sich an dem Projekt beteiligt hatten. Rund um die Uhr könne nun in der Bücherzelle gestöbert werden, die bereits jetzt schon prall mit Büchern gefüllt ist. 

Die Idee für einen Bücherschrank kam Stickl bereits 2017. Auf dem Gelände der BWR-Waggonreparatur GmbH entdeckte er eine ausgediente Telefonzelle und entschied: Damit kann man noch etwas machen. Unterstützung für das Vorhaben fand er bei Josef Schwerthöfer, Geschäftsführer des 1897 gegründeten Rastatter Traditionsbetriebs, der die Telefonzelle der städtischen Gemeinwesenarbeit kostenlos überließ. Anfang dieses Jahres machten sich dann vier Mitarbeiter/innen der Murgtalwerkstätten & Wohngemeinschaften gGmbH mit Unterstützung einer angehenden Arbeitspädagogin an die Restaurierung des zukünftigen Bücherschranks. Bis auf die Außenhülle sollte schließlich nichts mehr an eine Telefonzelle erinnern. Das Innenleben wurde ausgebaut und Regalbretter stattdessen eingebaut. Auch einen neuen, leuchtend gelben Farbanstrich erhielt die Bücherzelle. 

Gemeinsam mit dem Bürgerverein Beinle/Industrie, der sich bereitwillig an dem Projekt beteiligte und zukünftig auch um die Pflege des Bücherschranks kümmern will, fanden sie einen passenden Standort direkt an der Bushaltestelle „Beinle“ und angrenzend an der Bahnhaltestelle. Ein schöner Platz, wie Stickl findet. Er hofft, dass neben vielen Bürgerinnen und Bürgern auch die Beschäftigten der Unternehmen im wachsenden Industriegebiet Gefallen an dem Angebot finden. „Eine Bus- oder Bahnfahrt eignet sich doch hervorragend dafür, ein Buch zu lesen“, so Stickl.

Ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt: Im Beinle wurde eine ehemalige Telefonzelle zu einer öffentlichen Bücherzelle umgewandelt. Foto: Stadt Rastatt

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