Gedenkveranstaltungen am 9. November zum Jahrestag der Novemberpogrome 1938

(5. November 2019) Zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft finden am Samstag, 9. November, mehrere Gedenk- und Informationsveranstaltungen in Rastatt statt. Ab 17 Uhr ist der Dokumentationsraum zur jüdischen Geschichte Rastatts im Kantorenhaus, Leopoldring 2c, geöffnet. Stadtarchivar Oliver Fieg bietet dort Führungen an. Um 17.45 Uhr gedenkt die Stadt Rastatt am Kantorenhaus der vertriebenen und ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger Rastatts. Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch wird einen Kranz niederlegen. An der Gedenkfeier nehmen auch Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde Baden-Baden teil. Im Anschluss, um circa 18.20 Uhr, erinnert der Verein Stolpersteine auf dem Marktplatz an die Gräueltaten des November 1938. Dabei werden die Geschehnisse in der Pogromnacht beispielhaft an einem Einzelschicksal erläutert und anschließend die Namen aller jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger verlesen, die von den Nazis vertrieben und grausam ermordet wurden. Interessierte Mitbürger sind eingeladen, an den Gedenkveranstaltungen teilzunehmen, gemeinsam innezuhalten und der Opfer zu gedenken. 

Der amerikanische Generalkonsul in Stuttgart beschrieb 1938 die Geschehnisse in Rastatt folgendermaßen: „Von alle Orten in diesem Bereich Deutschlands waren die Juden in Rastatt, was in der Nähe von Baden-Baden liegt, offenbar der unbarmherzigsten Behandlung ausgesetzt. Viele Juden in dieser Gegend wurden auf grausame Weise angegriffen und geschlagen und die Einrichtung ihrer Häuser fast völlig zerstört. Praktisch alle jüdischen Männer in dieser Stadt wurden verhaftet und entweder in Gefängnisse oder Konzentrationslager gebracht.“ 

Die ausgebrannte Synagoge nach dem Novemberpogrom 1938. Foto: Stadtarchiv Rastatt

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