Bürgerfahrt zur Landesgartenschau-Stadt Schwäbisch Gmünd: „Leut, beteiligt Euch, denn Ihr seid die besten Ideengeber“

(14. Oktober 2019) Wie verändert eine Landesgartenschau eine Stadt? Was bleibt, wenn die Schau vorbei ist? Knapp 50 Rastatterinnen und Rastatter konnten am Samstag, 12. Oktober, bei der von der Stadt organisierten Bürgerfahrt nach Schwäbisch Gmünd jede Menge Eindrücke sammeln. Einhelliges Fazit der Rastatter nach dem Besuch in der Stauferstadt: Positiv! Einfach toll! Begeisternd! Inspirierend!

Positiver Geist und mehr als 1.300 Ehrenamtliche
Schwäbisch Gmünd hatte 2014 die Landesgartenschau ausgerichtet und ist noch bis zum 20. Oktober an der Gartenschau Remstal beteiligt, zusammen mit 15 weiteren Kommunen. Bereits bei der Ankunft der Rastatter Besuchergruppe war deutlich zu spüren: Hier in Schwäbisch Gmünd weht ein positiver Geist. Im Stadtgarten wuselten zig grün bekleidete Bürger herum und setzten Blumenzwiebeln in die Erde. Die Gäste aus Rastatt wurden von allen Seiten freundlich gegrüßt. Das, wie die Gäste etwas später durch Oberbürgermeister Richard Arnold erfuhren, gehört seit der Landesgartenschau zur bürgerschaftlichen Devise: „Alles, was sich bewegt: grüßen! Alles, was sich nicht bewegt: putzen!“, sei einer seiner Aufträge an die Bürgerschaft gewesen, so Arnold. Bestens ausgeführt, kann man da nur sagen.

Projekte werden realisiert, die sonst nie eine Chance gehabt hätten
OB Arnold hieß die Gäste aus Rastatt – darunter Bürgermeister Raphael Knoth mit Familie, die Projektleiterin für Rastatts Landesgartenschau-Bewerbung Kristin Burgert und Mitglieder der Rastatter Jugenddelegation – herzlich willkommen. Im Kongresszentrum erläuterte er in mitreißender Manier, warum Rastatt unbedingt eine Landesgartenschau veranstalten solle und gab Tipps zum Gelingen. „Projekte werden realisiert, die sonst nie eine Chance gehabt hätten“, betonte Arnold mit Blick auf die vielen Fördergelder und die plötzlich möglichen bundes- und landespolitischen Weichenstellungen. Vor allem aber ermunterte der Gmünder Oberbürgermeister die Rastatter Bürger: „Leut, beteiligt Euch, denn Ihr seid die besten Ideengeber!“ Die Landesgartenschau in seiner Stadt habe durch den Einsatz von mehr als 1.300 Ehrenamtlichen dazu geführt, dass der Zusammenhalt gewachsen und die Stadt zu einer Gemeinschaft geworden sei. Auch Rastatt werde es schaffen und habe in jedem Fall seine Unterstützung bei der Bewerbung, gab er Bürgermeister Knoth mit auf den Weg.

Landesgartenschau hat Schwäbisch Gmünd zu einer deutlich attraktiveren Stadt werden lassen 
„Zwischen Himmel und Erde“ spielte sich die Landesgartenschau 2014 ab – im „Himmelsgarten“ auf einem Hochplateau im Ortsteil Gmünd-Wetzgau und auf der „Erde“ entlang von Rems, Josefsbach und der historischen Innenstadt. Fachlich geführt von Baubürgermeister Julius Mihm und Manfred Malle, Projektleiter der Remstal-Gartenschau, erfuhr die Rastatter Gruppe allerlei Einzelheiten übers damalige Bewerbungskonzept der Stauferstadt. Vor allem jedoch konnte sie sich davon überzeugen: Die Aktivitäten rund um die damalige Landesgartenschau haben Schwäbisch Gmünd zu einer deutlich attraktiveren Stadt werden lassen und die Aufenthaltsqualität für Bürger wie Besucher enorm verbessert.

„Das wollen wir in Rastatt auch“
Eine stadtplanerische Initialzündung in Schwäbisch Gmünd ging 2002 vom Baubeginn des Tunnels aus, der eine vierspurige Straße ersetzte und zwischen Bahnhof und Innenstadt einen Park und Raum zum Flanieren schuf. Die gesamte Stadtstruktur in dem Bereich, die sich „überlebt“ hatte, wie Julius Mihm es formulierte, wurde zur Landesgartenschau neu gestaltet. Und da, so Mihm, „Gebäude Räume schaffen“, legte man großen Wert auf gut gestaltete neue Gebäude. So wurde der imposante Neubau des „Forum Gold und Silber“ ein Blickfang und Wahrzeichen zur Landesgartenschau. Und an der Rems, die sich, wie die Murg durch Rastatt, durch die Ostalb-Stadt schlängelt, schuf man Plätze zum Erholen und Genießen. „Das wollen wir in Rastatt auch“, kam es mehrstimmig aus der Besuchergruppe.

Auch oben im „Himmelsgarten“ bekamen die Rastatter viele Anregungen für die Barockstadt-Bewerbung um die Landesgartenschau 2032. Der Landschaftspark mit dem Hingucker „Himmelsstürmer“, einen Aussichtsturm komplett aus Holz, begeisterte die Gruppe ebenso wie die liebevoll und bürgerschaftlich gepflegten Gartenanlagen oder der Dinosauriergarten und Wasserspielplatz für Kinder und Familien. Beim Rückweg durch den Wald über die „Himmelsleiter“ sorgte die XXL-Kugelbahn für so manchen begeisterten Ausruf der Rastatter – nicht nur bei den mitgereisten beiden Kindern.

Impressionen von der Bürgerfahrt:

 

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