„Künstler reisen in den Schwarzwald“: Vortrag von Dr. Dorothee Höfert im Stadtmuseum Rastatt

(7. Oktober 2019) Der Schwarzwald, schon seit jeher eine geheimnisvolle, sagenumwobene Region, hat viele Künstler zu Streifzügen verlockt. Hans Thoma gehört zu den bekanntesten unter ihnen. Im Rahmen der Ausstellung „Landpartien Nordschwarzwald. Von Rastatt ins romantische Murgtal“ hält Dr. Dorothee Höfert am Donnerstag, 17. Oktober, 18 Uhr, im Rastatter Stadtmuseum einen Vortrag zum Thema „Künstler reisen in der Schwarzwald“. Die Kunstvermittlerin der Kunsthalle Mannheim wird dabei besonders auf Künstler des 19. Jahrhunderts eingehen und deren Blick auf den Schwarzwald vorstellen. Der Vortrag ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Künstler haben das Unterwegssein seit jeher geschätzt, um die Vielfalt der Welt zu erfahren. Auf Reisen brachten sie hastig Skizzen aufs Papier oder legten sorgfältige Studien an, die später im Atelier als Vorlage für Gemälde dienten. Namhafte Landschaftsmaler entdeckten in Baden diese natürlich gewachsene Ideallandschaft und deren malerisches Wechselspiel von Berg, Tal und Ebene. Vor allem der Karlsruher Professor für Malerei, Carl Ludwig Frommel (1789 - 1863) ist hier zu nennen, dessen Landschaften als Kunstdrucke bei Johann Velten in Karlsruhe in hoher Stückzahl verlegt wurden. Seinem Vorbild folgten viele junge Künstler, für die der Schwarzwald zu einer Fundgrube reizvoller Motive wurde. Es entstand nun eine Bilderflut, die als Druckwerke herausgegeben, Bücher und Zeitschriften illustrierten, bürgerliche Wohnstuben schmückten und den Städten den Schwarzwald näher brachten. Neben einer überwältigenden idealisierten Darstellung dieser romantischen Landschaft gaben sie auch Auskunft über das Aussehen der Landbevölkerung, ihrer Volkskultur und Bräuche. Das in Serie reproduzierte Idyll bestimmt übrigens bis heute den touristischen Blick auf den Schwarzwald.

Schloss Eberstein mit Blick ins Murgtal, Aquarell von Christian Haldenwang (1770-1831), um 1820. Foto: pr

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