Videodetektoren an Ampelanlagen verbessern Verkehrsfluss an Knotenpunkten

(19. August 2019) Volle Straßen sind im Berufsverkehr kaum zu vermeiden. Damit der Verkehr aber insbesondere zu den Stoßzeiten besser fließt, hat die Stadt Rastatt gemeinsam mit dem Landkreis und der Daimler AG ein Maßnahmenkonzept erarbeitet. Realisiert wurde bereits eine verbesserte Ampelschaltung sowohl an der Kreuzung der Oberwaldstraße und der Kehler Straße im Münchfeld als auch an der Kreuzung Ottersdorfer Straße/Oberwaldstraße. Geplant ist nun noch eine zusätzliche Einfädelungsspur an der Einmündung der Landstraße 78b in die Landstraße 75 (ehemalige Bundesstraße 36) südlich von Rastatt zu markieren. Die Arbeiten sollen Anfang September beginnen. 

„Bei der Erstellung der Machbarkeitsstudie zur Erweiterung des Mercedes-Benz-Werks in Rastatt wurde deutlich, dass die beiden Kreuzungen nicht ausreichend leistungsfähig sind“, erklärt Markus Fraß, städtischer Fachbereichsleiter Bauen und Verkehr, die Hintergründe des Maßnahmenkonzepts. Der stockende Verkehr habe dazu geführt, dass Berufspendler aus dem Elsass bevorzugt die Route über die L 78b (Natostraße) zum Werk nehmen. Besonders zu Zeiten des Schichtwechsels werden Wintersdorf und Ottersdorf vermehrt durch den Pendlerverkehr belastet. 

Eine Entlastung der Riedorte versprechen sich die Verantwortlichen nun durch den Einsatz neuer Steuergeräte an den Ampelanlagen der beiden Knotenpunkte. Kleine Kameras, sogenannte Videodetektoren, die an den Lichtsignalanlagen angebracht sind, erkennen die Verkehrslage auf den jeweiligen Abbiegespuren. Fährt ein Fahrzeug vor, schickt der Detektor ein Signal an das Steuerungsgerät, wodurch passgenau eine Grünphase angefordert wird. Die Kameras filmen jedoch nicht, auch werden keine Daten der Verkehrsteilnehmer gespeichert, versichert Fraß und räumt damit mögliche datenschutzrechtliche Bedenke aus. Der Verkehrsfluss an den beiden Kreuzungen habe sich durch die veränderte Ampelschaltung deutlich verbessert, sagt Fraß. An den Gesamtkosten für das neue Steuerungssystem der Lichtsignalanlagen beteiligten sich sowohl die Stadt Rastatt mit 10.000 Euro als auch der Landkreis mit 13.000 Euro. 

Eine zusätzliche Verbesserung des Verkehrsflusses soll nun noch eine sogenannte innenliegende Einfädelungsspur mit sich bringen, die Anfang September an der Einmündung der L 78b (von Wintersdorf kommend) in die L75 eingerichtet wird. Das Linksabbiegen auf die L75 in Richtung Rastatt werde durch die zusätzliche Einfädelungsspur, die dem Reißverschlussprinzip auf Autobahnen gleicht, deutlich erleichtert. Zudem verkürze sich auch hier die Wartezeit an der Kreuzung, ist Fraß überzeugt.  

Kein langes Warten an der Ampel: Videodetektoren, wie etwa an der Kreuzung Kehler Straße/Oberwaldstraße, steuern den Verkehrsfluss in Abhängigkeit vom Verkehrsaufkommen. Foto: Stadt Rastatt

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