Der Wald kämpft ums Überleben: Forstminister Peter Hauk informiert sich über aktuellen Stand in Rastatt

(2. August) „Wenn wir in einer Klinik wären, dann stände nun die Morgenvisite an und ich würde Ihnen die Patienten zeigen“. So begann Thomas Nissen, Leiter des Kreisforstamtes in Rastatt, seine Ausführungen zum Krankenstand des Waldes. Forstminister Peter Hauk legte bei seiner Reise durchs Land am Freitag, 2. August, einen Stopp in Rastatt ein und ließ sich über den Zustand des Waldes informieren. Auch Regierungspräsidentin Sylvia Felder und Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch waren vor Ort. Die Rheinebene befindet sich laut Nissen auf der Intensivstation. Der Wald kämpft ums Überleben. Im Rastatter Wald ist vor allem das Eschentriebsterben ein Problem. Die Eschenfläche betrug im Rastatter Wald fast 1100 Hektar. Davon wird nicht viel übrig bleiben, so Nissen weiter. Momentan sind schon 50 Prozent der Eschen abgestorben. Die Zahl wird auf 85 bis 90 Prozent steigen. Grund für das Eschensterben ist ein Pilz, der die Bäume befällt. Lichtblick für Rastatt: Beim städtischen Forst ist man schon seit einer Weile dabei, den Wald nachhaltig aufzuforsten und dem Sterben der heimischen Gehölze entgegenzuwirken. 

Beim Waldtermin mit Minister erklärten die Forstmitarbeiter, wie’s geht: die abgestorbenen Bäume werden nach und nach gefällt und aus dem Wald entfernt. Freiflächen werden mit Pappeln bepflanzt. Aber auch Nussbäume haben die Forstmitarbeiter bereits ausgesät. Das ist nur eine Variante. Eine Mischung der Baumarten sei wichtig.

Um die Folgen des Klimawandels abzupuffern, müsse der Wald aktiv bewirtschaftet werden, so Minister Hauk. „Wir werden es packen. Es wird weiterhin Wald geben. Es wird aber ein anderer werden“. Im Herbst soll es einen baden-württembergischen „Waldgipfel“ geben, so Hauk. Hier soll über die Lage und die nächsten Entscheidungen gesprochen werden.

OB Hans Jürgen Pütsch betonte, dass man „Verantwortung für künftige Generationen übernehmen muss, damit es dann auch noch Wald gibt“. Und: „Rastatt stellt sich dieser Aufgabe“. Neben dem Stadtwald seien auch die Auenwälder eine große Herausforderung. Der Klimawandel und das extreme Wetter der letzten Jahre macht den Wäldern zu schaffen. Daher müsse das Land den Bereich Forschung verstärkt unterstützen. Denn die Bäume, die neu gepflanzt werden, müssen auch Bäume der Zukunft sein, so Pütsch weiter. Es müsse erst intensiv investiert werden, um Erfolg zu ernten.

Auf dem Weg zu den betroffenen Stellen. Fotos: Stadt Rastatt
Thomas Nissen, Leiter des Kreisforstamtes informieret die Teilnehmer über den Zustand des Waldes in Rastatt. Fotos: Stadt Rastatt
Im Rastatter Wald ist vor allem das Eschentriebsterben ein Problem. Fotos: Stadt Rastatt
Beim städtischen Forst ist man schon seit einer Weile dabei, den Wald nachhaltig aufzuforsten und dem Sterben der heimischen Gehölze entgegenzuwirken. Fotos: Stadt Rastatt
Forstminister Peter Hauk ließ sich über den Zustand des Waldes in Rastatt informieren.
Forstminister Peter Hauk kündigte einen "Waldgipfel" für September an. Fotos: Stadt Rastatt

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